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Hans-Josef Fell

Der 67-jährige Hans Josef-Fell gilt als einer der Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG. Mit der Gründung der inzwischen aufgelösten Hammelburger Solarstromgesellschaft legte Fell mit seinen Mitstreitern in den 1990er Jahren den Grundstein für das spätere EEG. Von 1998 bis 2013 saß Fell für die GRÜNEN im Bundestag, vorher war er acht Jahre lang Stadtrat in Hammelburg.

Streiter für Klimaschutz und Erneuerbare Energien

In seiner Dankesrede erinnerte Fell an die weltweite Bedeutung der Hammelburger Pionierleistungen. Er verschwieg auch nicht, dass er sich in seiner Heimatstadt mit seinen ökologischen Ansichten und Handlungen oft unverstanden gefühlt habe und dort doch viel erreichen konnte.

"Es war wie immer in meinem Leben ein schwerer Kampf, den historischen Beschluss 1993 für eine kostendeckende Vergütung für Solarstrom durchzusetzen." Hans-Josef Fell

Hammelburg als Vorreiter

Der Stadtratsbeschluss war der Grundstein für die "Hammelburger Solarstromgesellschaft". Sie war weltweit die erste Betreibergemeinschaft für Solarstrom und wurde zum Vorbild für tausende ähnliche Gemeinschaften in Deutschland und darüber hinaus. Neben Freising und Aachen sei Hammelburg zum weltweit anerkannten Vorreiter für eine erfolgreiche Markteinführung der damals noch sehr teuren Solarstromerzeugung geworden.

Mit Blick auf die aktuelle Situation richtete der neue Ehrenbürger auch kritische Worte an seine Heimatstadt:

"Leider sind seit den Anfängen als weltweit beachtete Solarstadt in den 90er Jahren keine großen nennenswerten Aktivitäten mehr erfolgt. Auch Hammelburg verschmutzt das weltweite Klima in spezifisch hohem Maße." Hans-Josef Fell

Fell hofft, dass seine Heimatstadt Hammelburg ihre ehemalige weltweite Vorreiterrolle wieder aktiviert, um bis 2030 zu einer hundertprozentigen Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien zu kommen.