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Hannelore Elsner: Eine waschechte Bayerin | BR24

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Hannelore Elsner

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Hannelore Elsner: Eine waschechte Bayerin

Hannelore Elsner wurde in Burghausen geboren, in München absolvierte sie ihre Schauspielausbildung und hatte erste Theaterengagements: Bayern spielte eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Eine Chronologie ihres Lebens - mit bayerischem Fokus.

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Kindheit in Bayern

Am 26. Juli 1942 kam Hannelore Elsner in Burghausen im Landkreis Altötting zur Welt. Aufgewachsen ist sie dann in München. Bereits als Kind musste sie zwei Schicksalsschläge erleben: Ihr älterer Bruder starb zum Kriegsende, ihr Vater wenig später an Tuberkulose.

Ob sie sich nach ihrer Kindheit sehnt, wurde die Schauspielerin einmal in einem "Bild"-Interview gefragt. Daraufhin sagte sie: "Nein, weil ich im Grunde meines Wesens ein kindlicher Mensch geblieben bin. Aber jetzt denke ich manchmal, ich war viel zu lange viel zu jung für mein Alter. Das meine ich nicht nur positiv."

Ihre Kindheit und Jugend verlief relativ unruhig: Sie wechselte die Schulen mehrmals. Alles änderte sich, als sie mit 15 Jahren von einem türkischen Regisseur entdeckt wurde.

Schauspielausbildung und Karrierestart in Bayern

Elsner absolvierte ihre Schauspielausbildung in der Münchner Schauspielschule, legte dort 1962 ihr Diplom ab. Erste Theaterengagements hatte sie ab 1964 an der Kleinen Komödie München und später an den renommierten Münchner Kammerspielen. Sie zog als "erste Nackte" in die Geschichte des Theaters ein.

Elsner hat nicht nur in Bayern gelebt, sondern auch viel in Bayern gedreht und in Filmen mitgewirkt, in denen Bayern behandelt wird. Zum Beispiel in "Wer’s glaubt, wird selig" (2012). Darin geht es um Hollerbach, einen ehemals blühenden, bayerischen Skiort in den Bergen. Der steht wegen des akuten Schneemangels der vergangenen Jahre kurz vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Klimawandel - sagen die einen. Unterlassene Hilfeleistung Gottes - sagen die anderen. Hannelore Elsner spielt hier eine religionsfanatische Schwiegermutter.

Auch der Film "Kirschblüten – Hanami" (2008) hat etwas mit Bayern zu tun. Gedreht wurde unter anderem im Allgäu, im Landkreis Weilheim-Schongau. Der Film erzählt die Geschichte des unheilbar erkrankten Rudi, der nach dem unerwarteten Tod seiner Frau Trudi (gespielt von Hannelore Elsner) nach Japan reist, um vor Ort deren versäumtes Leben nachzuholen.

"Kirschblüten & Dämonen", der erst in diesem März seinen Filmstart feierte, knüpft an diese Geschichte an. Dieses Mal geht es unter anderem um den Geisterglauben des traditionsfesten Japan und das archaische Brauchtum im schwärzesten Bayern. Auch für diesen Film wurde wieder in Bayern gedreht.

Ihr bayerischer Dialekt

Hannelore Elsner konnte ihn, den bayerischen Dialekt. Diesen zeigte sie mal mehr, mal weniger. Schauspielkollegin Ilse Neubauer sagte einmal: "Wenn auf dem roten Teppich eine wunderbare Diva wie die Hannelore Elsner aus Spaß Bairisch spricht, wird das akzeptiert, weil sie ja hochdeutsch spielt."

Ihr erster Mann, Schauspieler Gerd Vespermann, wurde zwar in Berlin geboren, lebte mit Hannelore Elsner aber auch in Bayern. Von 1973 bis 1981 war Elsner mit dem Regisseur Alf Brustellin zusammen. Er war österreichischer Filmemacher, der jedoch in Deutschland tätig war und in München lebte. Er starb 1981 in München.

1993 heiratete Elsner zum zweiten Mal: Den Theaterdramaturgen und Verlagsleiter Uwe Carstensen. Er war am Bayerischen Staatsschauspiel in München beschäftigt. Die Ehe wurde im Jahr 2000 geschieden. Einige Jahre lebte Elsner auch mit dem Germanistikprofessor Günter Blamberger zusammen, der unter anderem an der Universität in Bayreuth arbeitete.