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Modellversuch: Handy-Knigge an Allgäuer Schulen | BR24

© BR/Florian Regensburger

BR Reporter Florian Regensburger hat die Schule in Oy-Mittelberg begleitet, die mit ihren Schülern einen Handy-Knigge entwickelt hat. Nach drei Monaten läuft es so gut, dass sich eine Schule in Immenstadt ebenfalls beteiligt.

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Modellversuch: Handy-Knigge an Allgäuer Schulen

Das Handy in der Schule zu benutzen, ist in Bayern verboten. In einem Modellversuch erproben nun die Mittelschule in Oy-Mittelberg und das Gymnasium Immenstadt, wie man das Handy im Unterricht oder in den Pausen vielleicht doch sinnvoll nutzen kann.

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Seit Februar dürfen Schüler der Mittelschule Oy-Mittelberg zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten in der Schule telefonieren oder Whatsapp-Nachrichten schreiben. Außerdem gibt es Nutzungs-Gebote. Etwa, dass man das Handy weg legt, während man sich unterhält und den Klingelton in der Schule ausmacht.

Erlaubnis zur Handy-Nutzung sogar noch ausgeweitet

Nach ersten Erfahrungen hat man die Regularien noch einmal angepasst, sagt Lehrer Christian Müller, der das Projekt betreut. Anfangs durfte das Handy nur in der Aula genutzt werden - doch da brach wegen der vielen Nutzer oft das WLAN zusammen. Jetzt dürfen die Schülerinnen und Schüler ihr Handy auch im Gang der Mittelschule verwenden. Auch die Nutzungszeit wurde erweitert, jetzt darf das Handy schon ab 11.20 Uhr eingeschaltet werden und nicht erst ab 13.00 Uhr.

Die Schüler bestimmen die Regeln mit

Seit Anfang Mai hat noch eine weitere Allgäuer Schule, das Gymnasium in Immenstadt, den Testbetrieb mit der Handyerlaubnis aufgenommen. Ein Lehrsaal wird dort in der Pause zur Handyzone. Wie in Oy-Mittelberg haben die Schüler am Regelwerk mitgewirkt. Zum Beispiel gilt das Gebot, das Handy vor allem zur Kommunikation zu nutzen, nicht aber für Spiele.

Wer sich nicht daran hält, bekommt einen Verweis

Die Schüler finden die Regeln gut. So könnten sie zuhause anrufen, wenn zum Beispiel der Unterricht früher beendet wird und sie abgeholt werden wollen. Doch noch ist offen, wie es nach dem Ende des Modellversuchs nach dem kommenden Schuljahr weitergehen wird.

Klare Handy-Regeln sollen für Schulfrieden sorgen

Am Immenstädter Gymnasium hat Oberstudiendirektor Michael Renner schon eine Idee. Er fände es gut, wenn das Ergebnis des Modellversuchs wäre, dass sich jede Schule ihre Handynutzungsordnung selber macht. Dann habe auch der Modellversuch Sinn gemacht hat. Weil die Regeln von der Schulgemeinschaft zusammen erarbeitet wurden. Schon jetzt erlebe er, dass dies für einen gewissen schulischen Frieden sorgt. Die Schüler, die an den eigenen Handyregeln kräftig mitgearbeitet haben, würde das vermutlich auch freuen.