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Handy am Steuer: Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall | BR24

© picture-alliance/dpa/Monika Skolimowska

SMS verschicken während der Autofahrt - ein junger Autofahrer hat dadurch einen schweren Unfall verursacht

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Handy am Steuer: Bewährungsstrafe nach tödlichem Unfall

Ein 19-Jähriger ist im März auf der A8 mit mehr als 130 Stundenkilometern in ein Stauende gefahren, weil er mit dem Handy Kurznachrichten verschickt hat. Bei dem Zusammenstoß starb ein Mann. Der 19-Jährige wurde wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

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Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Augsburg hat einen 19-Jährigen der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und drei Monaten, allerdings auf Bewährung. Dem jungen Mann wurde die Fahrerlaubnis entzogen. Außerdem muss er 1.000 Euro Schmerzensgeld an den Sohn des getöteten Autofahrers zahlen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Sechs Monate Haft wegen fahrlässiger Tötung

Das Gericht war überzeugt, dass der nicht vorbestrafte Angeklagte wegen der sechsmonatige Untersuchungshaft ausreichend beeindruckt war. Außerdem war der Jugendgerichtshilfebericht äußerst positiv und bescheinigte dem jungen Mann eine positive Sozialprognose.

Autofahrer hat bei 136 Stundenkilometern SMS verschickt

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann Anfang März abgelenkt von seinem Handy ungebremst in ein Stauende auf der A8 gekracht war und dabei einen 56-jährigen Autofahrer so schwer verletzt hatte, dass dieser noch am Unfallort verstarb. Der Unfallverursacher hatte zuvor eine Stauwarnung missachtet.

Seine Begründung: Er habe diese zwar gesehen, aber nicht ernst genommen. Außerdem war der Angeklagte mit seinem Handy beschäftigt und verschickte Kurznachrichten - bei einer Fahrgeschwindkeit von 136 Stundenkilometern. Deswegen erkannte er das Stauende zu spät und fuhr ungebremst auf den PKW des Getöteten auf.

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Auf das Handy statt auf die Fahrbahn schauen: das kann tödlich enden.

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  • Veronika Scheidl
  • Roswitha Polaschek
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