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Handy am Lenkrad: Fast 400 Verstöße in München an einem Tag | BR24

© BR / Sylvia Bentele

Handy am Steuer - verboten, sobald der Motor läuft

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    Handy am Lenkrad: Fast 400 Verstöße in München an einem Tag

    Die Polizei hat an nur einem Tag bei Verkehrskontrollen im Großraum München 376 Handyverstöße im Straßenverkehr festgestellt. Auch 72 Radfahrer nutzten während der Fahrt verbotenerweise ihr Smartphone - Bußgeld: 55 Euro. Kraftfahrer zahlen 100 Euro.

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    An ihrem Schwerpunkt-Tag zum Thema "Ablenkung im Straßenverkehr" hatte die Polizei 30 Kontrollstellen im Großraum München eingerichtet. Die Zahl von fast 400 Verstößen mit dem Handy verwundert im Smartphone-Zeitalter die Experten kaum.

    Strafen seit Ende 2017 deutlich verschärft

    Dabei ist die Straßenverkehrsordnung (StVO) ist im Herbst 2017 deutlich verschärft worden: Wer sein Handy bei laufendem Motor allein nur in der Hand hält, bekommt mindestens 100 Euro Bußgeld aufgebrummt und einen Punkt in Flensburg. Lag dadurch eine Gefährdung vor, steigt die Geldbuße auf 150 Euro, kam es gar zum einem Unfall, sind 200 Euro fällig - plus zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Führerscheinentzug.

    Erst parken, dann tippen

    Wer also telefonieren oder sein Handy für andere Zwecke in die Hand nehmen will, der muss zuvor parken und den Motor ausschalten. Ein Radlfahrer muss dazu absteigen.

    "Wer ein Fahrzeug führt, darf ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient (...), nur benutzen, wenn 1. hierfür das Gerät weder aufgenommen noch gehalten wird und 2. entweder a) nur eine Sprachsteuerung und Vorlesefunktion genutzt wird oder b) zur Bedienung und Nutzung des Gerätes nur eine kurze, den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepasste Blickzuwendung zum Gerät (...) erfolgt (...)" § 23 Abs. 1a StVO

    Hände bleiben am Lenkrad

    Somit ist es noch nicht mal erlaubt, das Handy beim Autofahren in die Hand zu nehmen, um kurz auf die Uhr zu schauen. Nur, wenn es wie ein Navigationsgerät fest im Fahrzeug installiert ist, darf man kurz draufschauen. Die Hände bleiben am Lenkrad.

    Auch Fußgänger tippen gefährlich

    Am Münchner U-Bahnhof Hohenzollernplatz stürzte erst gestern ein 13-Jähriger Fußgänger ins Gleisbett. Er war in sein Smartphone vertieft gewesen und hatte deshalb die Bahnsteigkante übersehen. Ein Zeuge zog den Schüler aus dem Gleisbereich. Der 13-Jährige kam verletzt ins Krankenhaus.