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Die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken hat einen jahrelangen Streit mit dem Coburger Handwerk beigelegt.

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    Handwerkskammer legt Streit mit Coburger Handwerk bei

    Die Handwerkskammer für Oberfranken und das Coburger Handwerk haben sich nach jahrelangem Streit geeinigt. Unter den Augen von Wirtschaftsminister Aiwanger haben sich die Parteien verständigt, welche Ausbildungen künftig in Coburg möglich sind.

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    Von
    • Annika Svitil
    • Thorsten Gütling

    Die Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken hat einen jahrelangen Streit mit dem Coburger Handwerk beigelegt. Ein Klageverfahren könne damit beendet werden, heißt es nach einer Vollversammlung der HWK am Montagabend.

    HWK und Coburger Handwerk streiten um Ausbildungsangebote

    Bei den jahrelangen Streitigkeiten ging es um den Erhalt der Ausbildungsangebote in Coburg. Es wurde überlegt, das Berufsbildungszentrum am Vorderen Floßanger zu schließen, woraufhin sich massiver Widerstand formierte. Mit einem neuen Vertrag, der unter Beisein von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) unterzeichnet wurde, werde nun detailliert die Zukunft des Ausbildungsstandortes Coburg geregelt. Dabei geht es um die Lehrgänge der Stufenausbildung im Bau, Fortbildungen und die Meisterschule im Gerüstbauhandwerk sowie um Kurse und Prüfungen im Bereich Maler und Lackierer, Feinwerktechnik, Elektrotechnik und im Bereich Sanitär, Heizung und Klima.

    HWK-Präsident Graßmann: "Haben repariert und saniert"

    Als sich Coburg vor nunmehr 101 Jahren dem Freistaat Bayern anschloss, bewiesen die Coburger hohes Verhandlungsgeschick. Unter anderem wurde der Erhalt einer eigenen Handwerks- und Handelskammer vereinbart.

    "Wir haben das getan, was das Handwerk besonders gut kann – wir haben repariert und saniert. Und jetzt haben wir eine nachhaltige Lösung" so Matthias Graßmann, der seit April Präsident der HWK für Oberfranken ist. Knut von Berg und Rocco Müller vom Coburger Handwerk bestätigen die Einigung in einer Mitteilung.

    Untreue-Skandal erschüttert die HWK für Oberfranken

    Nicht abgeschlossen ist hingegen der Untreue-Skandal bei der HWK-Tochter GTO (Gewerbetreuhand Oberfranken), der die Kammer bereits vor zwei Jahren erschütterte. Ein ehemals leitender Angestellter der Steuerberatungsgesellschaft GTO hatte rund zwei Millionen Euro veruntreut und wurde bereits rechtskräftig zur Rückzahlung verurteilt. Wegen dieses Vorfalls geht die HWK aber auch gegen ehemalige Spitzenfunktionäre in ihren Reihen juristisch vor, die ihre Aufsichtspflichten verletzt haben sollen. Betroffen sind die beiden ehemaligen Hauptgeschäftsführer der HWK, Horst Eggers und Thomas Koller, sowie der ehemalige Präsident der Handwerkskammer, Thomas Zimmer. Die HWK fordert Schadensersatz von bis zu 600.000 Euro pro Person.

    Reinhard Bauer neuer Geschäftsführer der HWK für Oberfranken

    Wegen des Finanzskandals wurde auch die Wahl eines neuen Geschäftsführers der HWK für Oberfranken fällig. Zu diesem wurde bei Vollversammlung Reinhard Bauer gewählt.

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