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Handwerk lernen, Meister werden - auch etwas für Abiturienten

"Ein Ausbildungsberuf kann auch für einen Abiturienten spannend und interessant sein", meint Georg Schlagbauer, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern. Die radioWelt auf Bayern 2 spricht mit ihm zum Auftakt der Woche der Ausbildung.

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Bayernweit findet noch bis 27. Februar die "Woche der Ausbildung" statt. Hintergrund der Aktionswoche ist der wachsende Mangel an qualifizierten Bewerbern für Ausbildungsplätze in ganz Bayern. Vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen wird es immer schwieriger, passende Nachwuchskräfte zu finden.

"Dem Akademisierungswahn entgegenwirken"

"Ein Ausbildungsberuf kann auch für einen Abiturienten spannend und interessant sein", meint Georg Schlagbauer, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern - und Metzgermeister in München.

"Der Meister gibt mir die Möglichkeit, vielleicht auch mal ein Unternehmen zu gründen, in führender Position zu arbeiten, mit einem hohen praktischen Können und praktischem Wissen. Das wird jetzt immer wichtiger. Von daher ist es für einen Abiturienten durchaus überlegenswert im Handwerk vorbeizuschauen, mal nachzuschauen: Ist da auch was für mich drin?"

Man müsse dem "Akademisierungswahn entgegenwirken", so Schlagbauer. Es gebe viele handwerklich begabte Abiturienten. Es müsse nicht jeder in Richtung Studium gehen.

Zweite und dritte Chance

Auch den weniger gut Qualifizierten geben die Handwerksbetriebe eine Möglichkeit zur Ausbildung. "Wir kümmern uns nicht nur um die Besten", sagt Schlagbauer.

"Wir wollen auch denen eine Chance geben, die vielleicht keinen Schulabschluss haben, die vielleicht eine zweite Chance brauchen, die vielleicht auch noch eine dritte Chance brauchen. Dafür sind die Handwerksbetriebe auch durchaus bekannt. Wir geben denen eine Chance, etwas aus sich zu machen. Das ist häufig von Erfolg gekrönt."

"Flüchtlinge - Fachkräfte von übermorgen"

Das Handwerk bemüht sich laut Schlagbauer auch um die Integration der Flüchtlinge. Da gehe man mit einem "sehr realistischen Optimismus" heran: "Das können wir schaffen. Das werden nicht die Fachkräfte von morgen sein, aber die Fachkräfte von übermorgen."