BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Hallenbadbrand: "Für uns Aidenbacher eine Katastrophe" | BR24

© BR

In Aidenbach im Landkreis Passau ist am Sonntag ein Hallenbad komplett ausgebrannt. Das Feuer war in der Heizungsanlage des Schwimmbades ausgebrochen. Der Badebetrieb wird langfristig nicht möglich sein.

8
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Hallenbadbrand: "Für uns Aidenbacher eine Katastrophe"

Nachdem das Hallenbad in Aidenbach (Lkr. Passau) durch einen Brand komplett zerstört worden ist, zeigt sich Aidenbachs erster Bürgermeister betroffen: "Für uns Aidenbacher ist das eine Katastrophe". Gleichzeitig verspricht er den Wiederaufbau.

8
Per Mail sharen
Teilen

Die Aidenbacher müssen ohne Hallenbad ins neue Jahr starten. Ein Feuer hat es am Sonntagmorgen total zerstört. Karl Obermeier (CSU), der erste Bürgermeister von Aidenbach (Lkr. Passau), ist entsetzt. Er verspricht aber, das Hallenbad wieder aufzubauen.

Schulbad fällt erstmal weg

Der Verlust für die Gemeinde sei groß, so Obermeier. "Unser Hallenbad ist komplett abgebrannt - ein Riesenschaden. Für uns Aidenbacher ist das eine Katastrophe." 2020 werde es kein Hallenbad geben, so der Bürgermeister weiter, was ein großer Verlust sei, denn das Bad wurde auch als Schulbad gebraucht. "Das müssen wir jetzt anders regeln - wie, weiß ich noch nicht". Wie Obermeier sagte, werde das Hallenbad aber in Zukunft wieder aufgebaut - wann, ist ungewiss.

Gebäude nicht mehr nutzbar

Durch den Brand entstanden große Rauchschwaden über dem Hallenbad, die weithin zu sehen waren. Das Feuer hat einen Teil des Dachstuhls komplett zerstört. Die Fassaden wurden stark beschädigt, Fensterscheiben sind zersprungen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wird laut Polizei inzwischen auf zwei Millionen Euro geschätzt, wie die Beamten am Abend mitteilten.

Polizei vermutet technischen Defekt

Die Brandursache wird jetzt ermittelt. Brandstiftung konnte ausgeschlossen werden. Vermutet wird laut Polizei, dass das Feuer nicht wie zunächst angenommen, im Bereich der Heizungsanlage ausgebrochen sein dürfte, sondern in einem benachbarten Sanitär- und Technikraum, der die Heizungsanlage mit Strom versorgt. Der Vollbrand wurde über zwei Stunden von rund 180 Einsatzkräften gelöscht.

Streusalz gegen gefrorenes Löschwasser

Als schwierig stellte sich die Wasserversorgung dar, wie Kreisbrandmeister Robert Grabler dem Bayerischen Rundfunk sagte. Demnach war das Hydrantennetz zu schwach, Wasser musste vom 500 Meter entfernten Bach geholt werden. Und es gab noch eine weitere Schwierigkeit: "Durch die Kälte bei -7 Grad ist das Löschwasser auf den Straßen gefroren. Die Straßen waren glatt, sodass wir mit Streusalz gearbeitet haben, um uns bewegen zu können."

© BR/Sarah Beham

13 Feuerwehren waren zum Löschen am Hallenbad in Aidenbach vor Ort. Die Einsatzkräfte mussten am Ende das Gebäude kontrolliert abbrennen lassen.