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Hainbergkaserne: So sieht der Atombunker von innen aus | BR24

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Beim Bau der Hainberg-Kaserne im unterfränkischen Mellrichstadt wurden Bunker zum Schutz der Zivilbevölkerung angelegt. BR-Reporterin Nathalie Bachmann hat sich tief unter die Erde angeschaut, wie sie im Ernstfall funktioniert hätten.

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Hainbergkaserne: So sieht der Atombunker von innen aus

Stahltüren, Betonwände und Pritschen: So sind die Bunker in der Hainbergkaserne in Mellrichstadt ausgestattet. 50 Leute hätten dort jeweils im Ernstfall vor der Wende Unterschlupf gefunden. BR-Reporterin Nathalie Bachmann hat den Bunker besichtigt.

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In den Bunkern in Mellrichstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld hatte sich die Bundeswehr ab den 1960er-Jahren für den Fall eines Angriffs aus dem Osten gerüstet. Insbesondere die Bedrohung durch ABC-Waffen, also atomare, biologische oder chemische Kampfstoffe, schien damals real. In einem Schutzraum unter der Kaserne sehen Besucher heute noch die damaligen ABC-Anzüge oder die Desinfektionsdusche, die im Ernstfall zum Einsatz gekommen wäre.

Schutzbunker für 50 Personen

In den Bunker-Schutzräumen hätten auf wenigen Metern 50 Personen Platz gehabt: ein Sitzraum für 25 Personen, ein Ruheraum für 25 Personen. Außerdem: eine kleine Toilette. Die Bunker von Mellrichstadt sind beim Bau der Hainbergkaserne angelegt worden, um im Falle eines Angriffs Schutz zu bieten, sowohl Soldaten als auch der Zivilbevölkerung. Als Garnisonsstadt direkt an der Grenze zur DDR musste die Bevölkerung im Kalten Krieg immer mit dem Schlimmsten rechnen: einem Angriff der Osttruppen auf die Bundesrepublik. In einer mehrteiligen Serie schaut sich BR-Reporterin Nathalie Bachmann die Bunker genauer an.