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Bayern

Haft auf Bewährung: Ingolstadts Ex-OB Lehmann akzeptiert Urteil | BR24

© picture alliance/Peter Kneffel/dpa

Alfred Lehmann entfernt sich vom Kameramann

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    Haft auf Bewährung: Ingolstadts Ex-OB Lehmann akzeptiert Urteil

    Zwei Jahre auf Bewährung: Ingolstadts früherer Oberbürgermeister Alfred Lehmann hat das Urteil des Landgerichts angenommen. Das erklärte sein Verteidiger dem BR. Jetzt hat auch die Staatsanwaltschaft das Urteil akzeptiert.

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    Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat das Urteil gegen Ingolstadts Ex-Oberbürgermeister Alfred Lehmann akzeptiert. Das sagte Oberstaatsanwältin Andrea Grape am Montag (28.10.2019) dem Bayerischen Rundfunk. Ingolstadts ehemaliger Oberbürgermeister Alfred Lehmann hatte das Urteil gegen ihn bereits am Freitag (25.10.2019) angenommen, so sein Verteidiger Jörg Gragert. Sollte sich bis zum Dienstag (29.10.19) nichts daran ändern, wird das Urteil rechtskräftig.

    Ex-OB bekommt zwei Jahre Haft auf Bewährung

    Wegen Bestechlichkeit und Vorteilsannahme war Lehmann am Dienstag (22.10.19) vom Landgericht Ingolstadt zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

    Lehmann verschaffte sich finanziellen Vorteil

    Der 69-jährige Politiker hatte während seiner Zeit als Oberbürgermeister bei Amtshandlungen getrickst, um Bauunternehmern Vorteile zu verschaffen. Die hatten ihm im Gegenzug Immobilien deutlich unter Marktwert verkauft.

    Den finanziellen Vorteil für Lehmann bezifferte das Gericht mit 383.000 Euro. Diese Summe muss Lehmann – gemäß des Urteils – an die Staatskasse zahlen. Zudem verliert er seine Pensionsansprüche. Als Begründung für den Verzicht Lehmanns auf Rechtsmittel verwies sein Verteidiger auf das "lange, belastende Verfahren. Irgendwann muss Schluss sein!".