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Arbeitsvertrag

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Häufig befristete Verträge im öffentlichen Dienst

Ein Job im öffentlichen Dienst bringt Sicherheit? Nicht unbedingt, denn gerade hier häufen sich befristete Arbeitsverträge. Das geht aus einer Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Abhilfe kommt in diesem Frühjahr - vielleicht.

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Wer in Bayern im öffentlichen Dienst eingestellt wird, bekommt häufig nur einen Vertrag auf Zeit: Fast zwei Drittel der Neueinstellungen sind befristet, in der Privatwirtschaft dagegen nur rund ein Drittel. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor.

Von den insgesamt 734.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Bayern arbeiten 8,5 Prozent in einem befristeten Arbeitsverhältnis. In der Privatwirtschaft sind es 6,4 Prozent. Bundesweit arbeiten 9,5 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst befristet.

"Sachgrundlose Befristung" umstritten

Besonders umstritten sind Verträge, die der Arbeitgeber befristet, ohne dafür einen konkreten Sachgrund zu nennen. Ein Vertrag mit solch einer sachgrundlosen Befristung darf bis zu zwei Jahre dauern.

"Es ist höchste Zeit, Befristungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und sachgrundlose Befristungen ganz zu verbieten." Susanne Ferschl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag

Die Große Koalition will sachgrundlose Befristungen in Arbeitsverträgen zumindest einschränken: Im Koalitionsvertrag hatte die SPD durchgesetzt, dass Arbeitsverträge mit sachgrundloser Befristung nur noch maximal 18 statt 24 Monate dauern dürfen. Widerstand kommt vor allem von Arbeitgebern.

Gesetzentwürfe im Frühjahr?

Die Union will Einschränkungen bei der Befristung an flexiblere Arbeitszeitvorschriften koppeln. "Unsere Erwartung ist, dass beide Gesetzentwürfe in diesem Frühjahr auf der Tagesordnung stehen", sagte Peter Weiß, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Unionsfraktion.

Die Zahl befristeter Jobs in Deutschland hatte 2017 mit knapp 3,2 Millionen einen neuen Höchststand erreicht.

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Autor
  • Robert Köhler
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