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Hängebrücken im Frankenwald: Pläne liegen öffentlich aus | BR24

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Die weltweit größte Hängebrücke soll über das Höllental im Landkreis Hof führen. Eine weitere, kürzere soll über das Lohbachtal gebaut werden. Doch Gegner und Befürworter der Brücken stehen sich nahezu unversöhnlich gegenüber.

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Hängebrücken im Frankenwald: Pläne liegen öffentlich aus

Die Planungen für die längsten Fußgänger-Hängebrücken der Welt werden immer konkreter: Ab heute liegen der Bebauungs- und der Flächennutzungsplan für das umstrittene Projekt in den Rathäusern von Lichtenberg und Issigau im Landkreis Hof aus.

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Die geplanten Fußgänger-Hängebrücken im Frankenwald haben bereits für viele Kontroversen gesorgt. Bis zum 3. März kann nun jeder - nicht nur Bürger der beiden betroffenen Kommunen - Änderungsvorschläge einreichen. Die Pläne liegen in den Rathäusern Lichtenberg und Issigau aus. Außerdem ist die umfangreiche Planung auch im Internet veröffentlicht.

Pläne für lange Fußgänger-Hängebrücken

Nach den Vorstellungen des Landkreises Hof soll das aufsehenerregende Millionen-Projekt spätestens 2022 fertig sein. Das Projekt besteht aus zwei Brücken: Eine soll über einen Kilometer lang werden und über über das geschützte Höllental führen, eine weitere, etwa 400 Meter lange Brücke überquert das benachbarte Lohbachtal. Gegner des Projekts kritisieren vor allem die Lage des Brückenteils, der über das Höllental führt. Neben der Lage haben auch die massiv gestiegenen Kosten von ursprünglich 12 auf geschätzte 22 Millionen Euro für Empörung gesorgt.

Kommunalpolitiker entscheiden über Änderungsvorschläge

Über die Kosten und die Finanzierung gibt es in den nun ausliegenden Plänen keine Angaben. Der Hofer Landrat Oliver Bär (CSU) rechnet mit rund 80 Prozent Zuschüssen vom Freistaat. Diese Höhe bezweifeln die Kritiker und merken an, dass die Hängebrücke nicht barrierefrei sein wird. Dies schreiben jedoch die Förderrichtlinien des Wirtschaftsministeriums vor.

Ob und wie die Änderungsvorschläge in die Pläne eingearbeitet werden, entscheiden die Kommunalpolitiker von Lichtenberg und Issigau nach nach Ablauf der vierwöchigen Auslegungsfrist. Dann werden die Pläne erneut öffentlich ausgelegt. Anschließend könnte der Landkreis Hof dann einen Bauantrag für das Projekt stellen.