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Hacker entdecken Sicherheitslücken in Schulplattform Mebis | BR24

© BR / Henry Lai

Eine Hacker-Gruppe aus Nürnberg hat diverse Sicherheitslücken in der bayerischen Online-Schulplattform Mebis ausfindig gemacht.

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Hacker entdecken Sicherheitslücken in Schulplattform Mebis

Eine Hacker-Gruppe aus Nürnberg hat diverse Sicherheitslücken in der bayerischen Online-Schulplattform Mebis ausfindig gemacht. Die Hacker machten die Panne öffentlich. Nun hat das Kultusministerium reagiert.

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Nach Angaben der Gruppe hatte ein Schüler, der auch Mitglied der Hacker-Gruppe ist und die Lern-Plattform Mebis nutzt, die Schwachstellen bereits Ende Mai entdeckt.

Passwörter und Nutzerdaten in Gefahr

Mit ihnen ist es zum Beispiel möglich, Nutzer über die Internetadresse (Domain) von Mebis auf eine gefälschte Seite zu locken. Auf diese Weise könnten Nutzerdaten und Passwörter gestohlen werden.

Hacker warnen und gehen an die Öffentlichkeit

Die Schwachstellen seien dem technischen Support von Mebis bereits am 20. und 21. Mai mitgeteilt worden, so die Hacker. Weil das Ministerium eine 90-Tages-Frist verstreichen ließ, wandten sich die Hacker am Freitag an die Öffentlichkeit und hat die Sicherheitslücken öffentlich gemacht, um noch mehr Druck auf die Verantwortlichen aufzubauen.

Mebis: Mehr als eine Million Nutzer

Auf ihrer Webseite schreibt die Hacker-Gruppe, dass der bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz über die Sicherheitslücken informiert ist und sich mit den zuständigen Stellen in Verbindungen setzen möchte. Nach eigenen Angaben verwenden mehr als 5.400 Schulen und mehr als eine Millionen Schüler die Internetplattform Mebis.

Kultusministerium behebt Probleme

Das Kultusministerium vermeldet nun, dass die Probleme bereits behoben worden sind. Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung habe die gemeldeten Fehler analysiert und Softwareanpassungen in die Wege geleitet, so ein Sprecher des Ministeriums auf BR-Anfrage. Wegen umfangreicher Tests konnte das Update nicht früher aufgespielt werden, so der Ministeriumssprecher weiter. Es gebe keine Anzeichen, dass das die Sicherheitslücken ausgenutzt worden sind.

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