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Gymnasium verweigert Fridays for Future-Aktivisten Berlin-Reise | BR24

© picture alliance/ZUMA Press/ Sachelle Babbar

Plakat "Climate protection" bei einer "Friday for Future"- Demonstation

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    Gymnasium verweigert Fridays for Future-Aktivisten Berlin-Reise

    Aufregung an einem Gymnasium in Traunstein: Drei Zehntklässler werfen der Schulleitung vor, sie wegen ihrer Teilnahme an Klima-Protesten nicht nach Berlin mitkommen zu lassen - zu einer freiwilligen Fahrt.

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    In Traunstein machen drei Aktivisten der Protestbewegung "Fridays for Future" ihrer Schulleitung schwere Vorwürfe. Die Zehntklässler behaupten, das Gymnasium verweigere ihnen die Teilnahme an einer freiwilligen Berlin-Fahrt, weil sie während der Unterrichtszeit an einer Klima-Demonstration teilgenommen hätten. Die Schule bestätigt den Vorfall grundsätzlich, sieht darin aber keine Bestrafung der Jugendlichen für ihr politisches Engagement.

    Schulleitung: Es gibt zu wenig freie Plätze

    Der viertägige Ausflug ist für Januar geplant und wird nach Angaben der Schulleitung von der Landeszentrale für politische Bildung angeboten. Er sei nur ein Zusatzangebot und keine Veranstaltung im Rahmen des Schulprogramms. Wie das Chiemgau-Gymnasium weiter mitteilte, könnten insgesamt 30 Zehntklässler daran teilnehmen. Die Zahl der Bewerber übersteige damit die Zahl der verfügbaren Plätze.

    Bestrafung für unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht

    Da sich viele engagierte Schüler stets an schulische Regeln und bestehende Rechtsnormen hielten, sei der Umstand des unentschuldigten Fehlens bei der Auswahl natürlich zu berücksichtigen, so die Schulleitung. Wer also ohne Grund vom Unterricht fernbleibt, der hat - gegenüber Schülerinnen und Schülern, die sich nichts zuschulden kommen lassen - einen Malus.

    Gymnasiasten kritisieren Schulleitung

    Die Schüler und "Fridays for Future"-Aktivisten haben allerdings kein Verständnis für diese Entscheidung. Schließlich könnten nun ausgerechnet diejenigen nicht an einer politischen Bildungsfahrt teilnehmen, die sich besonders stark politisch engagierten.