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Bildrechte: pa/dpa/Jens Krick

Planegg sagt Impfaktion für Schüler wieder ab.

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Gymnasium Planegg sagt Corona-Impfaktion für Schüler wieder ab

Die Aktion hatte für Aufsehen aber auch viel Widerspruch gesorgt: Schüler am Gymnasium in Planegg hätten ab Freitag geimpft werden sollen. Nun hat die Gemeinschaftspraxis ihr Angebot aufgrund der öffentlichen Diskussion aber zurückgezogen.

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  • BR24 Redaktion

Nach dem Wirbel um eine Impfaktion für Schüler am Gymnasium in Planegg ist der am Freitag geplante Termin wieder abgesagt worden. Die Gemeinschaftspraxis habe ihr Angebot zur Impfung der Jugendlichen aufgrund der öffentlichen Diskussion zurückgezogen, teilte das Gymnasium im Landkreis München am Dienstagabend mit.

"Wir bedauern das, können aber die Entscheidung nachvollziehen", sagte Schulleiter Matthias Spohrer.

Gemeinschaftspraxis hätte Impfstoff zur Verfügung gestellt

Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren sollten am Freitag die Möglichkeit erhalten, sich in der Schule mit dem Impfstoff der Firma Biontech immunisieren zu lassen. Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten regulär zugeteilt worden, so Spohrer. In der Praxis wurden nach Angaben des Schulleiters aber bereits alle priorisierten Personen des vorliegenden Patientenstammes geimpft.

In Absprache mit dem Landratsamt München sei so der Vorschlag entstanden, die Jugendlichen am Planegger Gymnasium zu impfen, da im Laufe der Woche in Bayern die Priorisierung für alle Impfstoffe außerhalb der Impfzentren aufgehoben werden soll. Das Gymnasium Planegg sei auch nicht die erste Schule, an der Jugendliche ein Impfangebot bekommen haben.

Ein Ablehnen hätte umgekehrt für noch mehr Unverständnis gesorgt, ist Spohrer überzeugt.

Landrat fordert mehr "Verantwortungsbewusstsein"

Angesichts der Knappheit des Vakzins hatte das Vorhaben aber für heftige Diskussionen gesorgt. Landrat Christoph Göbel (CSU) forderte, mehr Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität im Umgang mit Impfungen an den Tag zu legen.

Auch wenn die Rechtslage ein Schlupfloch biete, sollten Mediziner den Impfstoff für diejenigen bereit halten, die ihn am nötigsten brauchen. Er könne niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft würden, während gleichzeitig viele vulnerable Personen immer noch auf der Warteliste stünden.

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