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Gutes Zeugnis für Söder und seine Regierung im BR-BayernTrend | BR24

© picture alliance/Matthias Balk/dpa

Archivbild: Markus Söder

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    Gutes Zeugnis für Söder und seine Regierung im BR-BayernTrend

    Mehr als die Hälfte der Wähler in Bayern zeigt sich zufrieden mit der Arbeit von Ministerpräsident Söder und der Koalition aus CSU und Freien Wählern. Das geht aus dem ersten BR-BayernTrend seit der Regierungsbildung vor gut zwei Monaten hervor.

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    Erstes Stimmungsbarometer für die schwarz-orange Koalition von Ministerpräsident Markus Söder (CSU): Gut zwei Monate nach der Wiederwahl Söders äußert sich die Mehrheit der Wahlberechtigten in Bayern laut dem BR-BayernTrend positiv über die neue Staatsregierung: 57 Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit des Regierungsbündnisses aus CSU und Freien Wählern, 41 Prozent sehen sie kritisch. Damit schneidet die Zwei-Parteien-Koalition im Urteil der bayerischen Wahlberechtigten besser ab als die CSU-Alleinregierung unmittelbar vor der Landtagswahl (48:50 Prozent).

    Zufriedenheit mit CSU und Freien Wählern

    Zum guten Ansehen der Regierung tragen CSU und Freie Wähler dem BR-BayernTrend zufolge ungefähr gleichermaßen bei: Gut vier von zehn Wahlberechtigten (42 Prozent) stellen der CSU ein gutes Zeugnis für ihre Regierungsarbeit aus, der Zuspruch für die Freien Wähler liegt sogar bei 45 Prozent. Allerdings tut sich ein Viertel der Wahlberechtigten in der Umfrage noch schwer, die Leistung der Freien Wähler in der neuen Koalition zu beurteilen.

    Söder überzeugt mehr Wähler als im Herbst

    Auch das Ansehen der Spitzenvertreter des ersten schwarz-orangen Bündnisses profitiert von der schnellen und geräuschlosen Regierungsbildung sowie den ersten Wochen der Koalitionsarbeit: Der Ministerpräsident und designierte CSU-Chef Söder überzeugt derzeit mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten (55 Prozent) und damit mehr als vor der Landtagswahl im Oktober (+4 Punkte). Den Vize-Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht fast jeder Zweite (49 Prozent) positiv - das ist ein Plus von 9 Prozentpunkten.

    © BR

    BR-BayernTrend: Zufriedenheit mit Söder und Aiwanger

    Weiter Unmut über Seehofer

    Der scheidende CSU-Chef Horst Seehofer dagegen verharrt auf dem niedrigen Popularitätsniveau des Wahlherbstes. Fast sieben von zehn Wählern in Bayern (68 Prozent) sehen den Bundesinnenminister negativ. Sogar unter CSU-Anhängern überwiegt kurz vor der Übergabe des Parteivorsitzes an Söder die Kritik an Seehofer (46:54 Prozent).

    © BR

    BR-BayernTrend: Zufriedenheit mit dem scheidenden CSU-Chef Horst Seehofer

    Positives Urteil über die Grünen

    Die Grünen profitieren in der Wahrnehmung der Wähler deutlich von ihrer neuen Rolle als stärkste Oppositionspartei im Landtag. Nach 39 Prozent im September äußern sich im aktuellen BR-BayernTrend 53 Prozent positiv über die Arbeit der Landtags-Grünen.

    Die SPD, die bei der Landtagswahl hinter Grünen, Freien Wähler und AfD nur noch fünftstärkste Kraft in Bayern wurde, konnte im Urteil der Wähler nur leicht zulegen: Sie überzeugt 27 Prozent (+2). Mit der FDP, der am 14. Oktober der Wiedereinzug in den Landtag gelang, ist knapp jeder Vierte zufrieden (24 Prozent).

    AfD Schlusslicht

    Mit deutlichem Abstand Schlusslicht im Leistungsurteil ist die AfD, die seit dem Herbst erstmals im Maximilianeum sitzt. Nur neun Prozent werten die Arbeit der AfD im Landtag positiv. Dennoch begrüßt es knapp jeder Vierte (23 Prozent), dass die AfD im bayerischen Parlament vertreten ist. Sogar fast jeder Dritte (32 Prozent) findet es gut, dass die AfD den Zuzug von Ausländern und Flüchtlingen stärker begrenzen will als andere Parteien. Zugleich kritisieren laut BR-BayernTrend allerdings 84 Prozent, dass sich die AfD nicht genug von rechtsextremen Positionen distanziere. Eine Meinung, die sogar 44 Prozent der AfD-Anhänger vertreten.

    Zufriedenheit mit Kohnens Arbeit sinkt

    Die im Oktober auf weniger als zehn Prozent abgestürzten Sozialdemokraten kümmern sich nach Einschätzung eines Großteils der Wahlberechtigten nicht um die richtigen Fragen: Nur jeder Dritte (33 Prozent) ist der Meinung, die SPD setze aktuell auf die richtigen Themen.

    Dass Natascha Kohnen trotz der Wahlpleite SPD-Landeschefin bleiben möchte, finden zwar 49 Prozent gut. Zufrieden mit Kohnens Arbeit zeigen sich derzeit aber nur noch 29 Prozent der Wahlberechtigten - 13 Punkte weniger als im Oktober. Jeder Fünfte (21 Prozent) ist der Meinung, dass die SPD in Bayern nicht gebraucht werde.

    Dem BR-BayernTrend liegt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap bei 1.003 Wahlberechtigten in Bayern zugrunde.

    Sendung

    Kontrovers

    Autor
    • Petr Jerabek
    Schlagwörter