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Günzburger Forensik-Ausbrecher seit Monaten auf der Flucht | BR24

© BR/Joseph Weidl

Vor einem Vierteljahr sind zwei Männer aus dem Günzburger Bezirkskrankenhaus ausgebrochen. Trotz europaweiter Fahndung gibt es keine heiße Spur. Die Polizei hofft weiter auf Zeugenhinweise und hat eine Belohnung ausgesetzt.

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Günzburger Forensik-Ausbrecher seit Monaten auf der Flucht

Vor einem Vierteljahr sind zwei Männer aus dem Günzburger Bezirkskrankenhaus ausgebrochen. Trotz europaweiter Fahndung gibt es keine heiße Spur. Die Polizei hofft weiter auf Zeugenhinweise und hat eine Belohnung ausgesetzt.

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Sowohl die europaweite Fahndung als auch der Aufruf über die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" brachten keinen Fahndungserfolg: Die zwei Männer, die am 23. September 2019 aus dem Günzburger Bezirkskrankenhaus ausgebrochen sind, sind weiter auf der Flucht. Laut Polizei wird nach wie vor mit Hochdruck nach ihnen gesucht. Bei der Fahndung nach den 23- und 28-jährigen Straftätern hofft die Polizei weiterhin auf Zeugenhinweise. Für Informationen, die zur Ergreifung der Flüchtigen führen, hat die Staatsanwaltschaft Memmingen eine Belohnung von 3.000 Euro ausgesetzt.

Geiselnahme im Bezirkskrankenhaus

Die beiden Männer waren wegen räuberischen Diebstahls beziehungsweise schweren Bandendiebstahls verurteilt. Wegen Drogenabhängigkeit waren sie im Günzburger Bezirkskrankenhaus untergebracht. Vor drei Monaten hatten die beiden dort eine Mitarbeiterin als Geisel genommen und sie gezwungen, die Türe zu öffnen. So konnten sie aus der Forensik fliehen. Die Frau ließen sie zurück.

Europaweite Suche nach Günzburger Ausbrechern

Die Polizei startete eine großangelegte Suchaktion, bei der über Günzburg auch Hubschrauber im Einsatz waren. Sie brachte jedoch keinen Erfolg. Im Oktober hatte es geheißen, dass sich die beiden Flüchtigen im Großraum Stuttgart aufhalten könnten. Damals wurden sie auch europaweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Fernsehaufruf bringt keinen entscheidenden Hinweis

Zahlreiche Hinweise brachte die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst": Etwa 40 Menschen aus Deutschland und der Schweiz meldeten sich im November mit ihren Hinweisen. Doch diese hätten keine entscheidenden Erkenntnisse hervorgebracht, so das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.

Wer Hinweise geben kann, soll sich an die Kriminalpolizei Neu-Ulm wenden unter der Telefonnummer 0731/ 8 01 30