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Kommunalwahlen

Günzburg und Augsburg verbieten Feuerwerk in der Innenstadt | BR24

© picture-alliance/dpa

Feuerwerk fällt in manchen schwäbischen Kommunen aus.

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    Günzburg und Augsburg verbieten Feuerwerk in der Innenstadt

    Wer das neue Jahr mit Silvesterraketen begrüßen möchte, darf das weder in der Augsburger Innenstadt noch in der Günzburger Altstadt. Auch in Aichach gibt es Verbote. Oberstdorf und Bad Hindelang empfehlen, auf ein Feuerwerk ganz zu verzichten.

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    In Bayerns Innenstädten gelten für das Silvesterfeuerwerk besondere Regelungen. So auch in Schwaben. Wie bereits in den vergangenen Jahren darf an Silvester in der Augsburger Innenstadt kein Feuerwerk gezündet werden. Das Verbot gilt für die gesamte Maximilianstraße sowie die angrenzenden Straßen und Plätze. Seit 2017 gibt es eine entsprechende Verordnung. Um die Einhaltung des Verbots zu gewährleisten, arbeite der Städtische Ordnungsdienst eng mit der Polizei zusammen, sagt Ordungsreferent Dirk Wurm. Es werde auch Kontrollen geben, ob Partybesucher Feuerwerkskörper mit sich führen. Gegebenenfalls würden Böller auch konfisziert.

    Feuerwerk an Silvester in der Günzburger Altstadt verboten

    In der Günzburger Altstadt ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern an Silvester und am Neujahrstag ebenfalls verboten. Denn die Stadt sieht "in den engen unübersichtlichen Häusergassen und Plätzen" eine besondere Gefahr.

    Zum einen, weil Menschen dadurch leicht verletzt werden könnten. Zum anderen wegen der denkmalgeschützten Häuser, der Kirchen, dem Schloss und anderer historischer Gebäude. "Kaum vorstellbar, wenn ein solches Kleinod durch einen brennenden Feuerwerkskörper in Brand gesetzt und ein Brand vielleicht sogar auf andere Häuser übergreifen würde", sagt die Stadtverwaltung.

    Außerdem sei es nach der bundesweiten Sprengstoffverordnung ohnehin verboten, in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern und Altenheimen, pyrotechnische Gegenstände abzubrennen. Wer sich in Günzburg nicht an diese Regel hält, der muss mit einem Bußgeld rechnen.

    Aichach verbietet Feuerwerk auf dem Stadtplatz

    Die Aichacher Stadtverwaltung weist darauf hin, dass auch dieses Jahr am Stadtplatz und in den umliegenden Straßen ein Feuerwerksverbot gilt. Die Stadt begründet das Verbot damit, dass dadurch "Ausschreitungen verhindert werden konnten". Die Polizei überwache die Einhaltung des Verbots. Verstöße werden mit einer Geldbuße bis zu 1.000 Euro geahndet.

    Leuchtende Sterne statt Feuerwerk in Oberstdorf

    Im Allgäu setzt man lieber auf Empfehlungen als auf Verbote: Der Oberstdorfer Tourismusbeirat empfiehlt den Gastgebern, Veranstaltern und Gästen in Oberstdorf, dieses Jahr auf das Silvester-Feuerwerk zu verzichten. Gästedirektorin Petra Genster sagte dem BR, die meisten hätten dieses Jahr bereits zugesagt, dem Appell zu folgen.

    Gründe seien unter anderem Stress durch Lärm für Mensch und Tier, das Klima und Inversionswetterlagen, die den Raketen- und Böllerqualm schlecht abziehen lassen. Unter dem Motto "In Oberstdorf leuchten die Sterne“ können die Gäste stattdessen im Oberstdorf Haus einen Stern aus Papier beschriften und aufhängen.

    Bad Hindelang rät zu Verzicht auf Feuerwerk

    Auch in Bad Hindelang empfiehlt der Gemeinderat den Einwohnern und auch den Gästen, auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu verzichten. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss hatte der Gemeinderat Mitte Dezember gefällt.