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Günther Felbinger im Gemündener Stadtrat viermal abgelehnt | BR24

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Aufregung gestern Abend im Stadtrat von Gemünden am Main: Einige Ausschüsse mussten neu besetzt werden. Unter den Kandidaten war auch der wegen Betrugs verurteilte ehemalige Landtagsabgeordnete Günther Felbinger. Doch der ging leer aus.

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Günther Felbinger im Gemündener Stadtrat viermal abgelehnt

Aufregung gestern Abend im Stadtrat von Gemünden am Main: Einige Ausschüsse mussten neu besetzt werden. Unter den Kandidaten war auch der wegen Betrugs verurteilte ehemalige Landtagsabgeordnete Günther Felbinger. Doch der ging leer aus.

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Günther Felbinger wurde bei vier Abstimmungen viermal nicht gewählt. Der Stadtrat votierte mit deutlicher Mehrheit gegen ihn. Felbinger hatte bei der Abstimmung entschuldigt gefehlt. Seit seiner Verurteilung wegen Veruntreuung seiner Abgeordneten-Pauschale gilt Felbinger für viele als moralisch nicht mehr tragbar. Das haben ihn die Gemündener Stadträte nun schmerzhaft spüren lassen.

Kräfteverhältnisse im Rat haben sich verändert

Die Ausschusssitze im Gemündener Stadtrat mussten neu besetzt werden, weil Karl Ditterich die Freie Wählergemeinschaft (FWG) aus Protest gegen Felbinger und Thomas Schmitt die CSU-Fraktion verlassen hatten. Damit veränderten sich die Kräfteverhältnisse im Stadtrat, was sich auch in der Besetzung der Ausschüsse widerspiegeln muss. Dass bei Ausschuss-Umbesetzungen ein Kandidat viermal abgelehnt wird, ist ein sehr ungewöhnlicher Vorgang. Deshalb wird sich nun das Landratsamt Main-Spessart mit der Sache beschäftigen müssen.