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Grundwassersituation in Unterfranken weiter angespannt | BR24

© Klaus Rüfer/BR-Mainfranken

Auch wenn es in den letzten Wochen in Unterfranken teils ergiebige Niederschläge gegeben hat, bleibt die Grundwassersituation angespannt. Der Regierung von Unterfranken zufolge registrierten die amtlichen Messstellen weiterhin bedenkliche Werte.

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Grundwassersituation in Unterfranken weiter angespannt

Auch wenn es in den letzten Wochen in Unterfranken teils ergiebige Niederschläge gegeben hat, bleibt die Grundwassersituation angespannt. Der Regierung von Unterfranken zufolge registrierten die amtlichen Messstellen weiterhin bedenkliche Werte.

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Bei den oberflächennahen Pegeln in rund zehn Metern Tiefe werden an zehn von 19 Messstellen derzeit niedrige oder sehr niedrige Wasserstände gemessen, so Christian Guschker – Projektleiter der Aktion Grundwasserschutz bei der Regierung von Unterfranken. An den Tiefpegeln in rund 100 Metern Tiefe zeigen fünf von elf Messstellen niedrige beziehungsweise sehr niedrige Werte an, berichtete Guschker.

Wasserversorgung gesichert

Guschker zufolge ist die Trinkwasserversorgung in Unterfranken sicher: Mit 900 Quellen und Brunnen in der Region, die von 311 Wasserversorgern betrieben werden, sei die Trinkwasserversorgung in Unterfranken sehr dezentral aufgebaut. Das sichere vor größeren Versorgungsengpässen ab, sagt der Experte. Pro Jahr werden in Unterfranken rund 80 Millionen Kubikmeter Trinkwasser benötigt. 95 Prozent davon wird aus den regionalen Quellen bezogen. Nur fünf Prozent steuert die Fernwasserversorgung bei.

Prognose: Grundwasser-Situation bleibt bedenklich

Selbst wenn es in den kommenden Wochen noch weitere ergiebige Niederschläge geben sollte, werde sich an der aktuellen Grundwasser-Situation kaum etwas ändern, sagt Guschker. Denn der Hitzesommer 2018 sei nur eine Fortsetzung einer ganzen Reihe von mehr oder weniger starken Trockenjahren in Mainfranken gewesen. Bereits seit 2003 sei in Mainfranken die Grundwasser-Neubildung rückläufig. Um diese Defizite auszugleichen, brauche es ebenfalls mehrere Jahre mit normalen oder überdurchschnittlich hohen Niederschlägen, zumal zur Grundwasser-Neubildung nur die Niederschläge von November bis März beitragen. Niederschläge im Frühjahr und Sommer würden nahezu komplett von der Vegetation aufgebraucht.