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Das Trinkwasser in Aitrang im Ostallgäu muss abgekocht werden.
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Anna Klein
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Das Trinkwasser in Aitrang im Ostallgäu muss abgekocht werden.

Der Allgäuer Ortsteil Aitrang (Lkr. Ostallgäu) muss das Trinkwasser abkochen, seit Samstag gilt ein Abkochgebot des Gesundheitsamtes. Grund dafür ist die diesjährige Sommerhitze, denn deshalb hat der Grundwasserstand einen historischen Tiefstand erreicht.

Sand am Boden des Brunnens

Die UV-Anlage zur Reinigung des Grundwassers kann deshalb nicht mehr arbeiten, weil sich im Wasser des Hochbehälters Sand und Sedimente abgesetzt haben, auf welche die Strahlung nicht richtig anspricht. Aitrangs Bürgermeister Jürgen Schweikart erklärte dem BR:

"Das ist der reine Sand da unten."

Weil das Wasser deshalb zu trüb für die UV-Anlage ist, muss Aitrang bei der Reinigung jetzt nachhelfen und Chlor einsetzen. Die Bewohner des Ortes müssen ihr Leitungswasser gemäß einer Anordnung des Gesundheitsamtes abkochen.

Wasser sparen

Aufgrund des niedrigen Grundwasserpegels ist es außerdem verboten, unnötig Wasser zu verbrauchen. Autos zu waschen, den Rasen zu sprengen oder den Pool aufzufüllen sind deshalb verboten. Die Brunnen am Dorfplatz und Friedhof wurden abgestellt.

Notverbund mit Kaufbeuren

Gegen den niedrigen Wasserstand hat sich Aitrang zunächst mit einem Notverbund mit dem Wasserwerk Kaufbeuren beholfen. Von dort kam ein Tanklaster mit Trinkwasser, das in den Hochbehälter eingespeist wurde.

Alter Brunnen reaktiviert

Außerdem ist die Gemeinde laut Bürgermeister Jürgen Schweikart gerade dabei, einen früheren Brunnen zu reaktivieren. Die frühere Wasserversorgung war im Dezember 2015 aufgrund von gesetzlichen Vorgaben stillgelegt worden, funktioniert aber laut Schweikhart noch tadellos. Deshalb werden jetzt Leitungen verlegt, um das Wasser aus dem alten Brunnen 150 Meter weiter in den neuen Hochbehälter zu pumpen.

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Anna Klein

Sendung

Regionalnachrichten aus Schwaben vom 20.08.2018 - 11:30 Uhr