Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Waldsassener Äbtissin Laetitia ist ein Josef-Fan | BR24

© BR / Margit Ringer

Am 19. März ist Josefitag. Das heißt: Josefs und Josefinen feiern ihren Namenstag. Bis vor 50 Jahren war das ein gesetzlicher Feiertag in Bayern. Josef kann offenbar ganz schön was bewirken - anscheinend sogar ganze Klöster sanieren.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Waldsassener Äbtissin Laetitia ist ein Josef-Fan

Am 19. März ist Josefitag. Heißt: Josefs und Josefinen dürfen Namenstag feiern. Schutzpatron Josef kann offenbar ganz schön was bewirken. In Waldsassen hat er anscheinend sogar ein Kloster saniert.

Per Mail sharen
Teilen

Bis vor 50 Jahren war der Josefitag ein gesetzlicher Feiertag in Bayern. Josef ist der Schutzpatron der Zimmerleute, Holzfäller, Tischler und Arbeiter.

Josef soll bei Wohnungsnot und in verzwickten Lagen helfen

Nach dem katholischen Glauben hilft er bei Wohnungsnot, in Versuchungen und verzweifelten Lagen. Und da kann er offenbar ganz schön was bewirken – anscheinend sogar ganze Klöster sanieren. Denn in Waldsassen gibt es auch einen bekannten Josef. Wobei seine Besitzerin noch bekannter ist und eine ganz bestimmte Beziehung zu ihm hat.

Ständiger Begleiter: Taschenjosef

Für Äbtissin Laetitia Fech ist Josef einer ihrer engsten Begleiter. Sie hat ihn immer in ihrer Tasche dabei, vor allem bei Sitzungen oder Verhandlungen. Dann sitzt Laetitia Fech manchmal ganz still da und verlässt sich darauf, dass Schutzpatron Josef die Fäden in die Hand nimmt. Er sei der starke Mann im Frauenkloster.

© BR / Margit Ringer

Äbtissin Laetitia Fech aus dem Kloster Waldsassen und ihr Taschenjosef, den sie immer in der Tasche hat.

Eine größere Figur des heiligen Josef - geschnitzt aus einem Dachbalken des Klosters - steht im Arbeitszimmer der Äbtissin. Ihm schiebt die Äbtissin alle Sorgen, Wünsche und auch Rechnungen unter die Füße:

Also der Name "Josef" heißt ja auch "Gott mehrt". Ich glaube schon, dass er derjenige ist, der vermehrt und schenkt.

Äbtissin Laetitia Fech vermutet, dass das bei der Generalsanierung des Klosters in den vergangenen 20 Jahren zum Beispiel so war. 50 Millionen Euro hat sie gekostet. Eigenmittel hatte das Kloster aber anfangs gar keine. Bis der Josef die Rechnungen untergeschoben bekam, meint Fech.

Es geht nicht immer so, wie ich es mir vorstelle. Meistens macht er es noch besser. Es geschehen dann Umwege, wo ich gar nicht draufkäme. Aber er löst eigentlich immer die Dinge sehr, sehr gut.

Ein eigenes Josefs-Haus als Dankeschön

Zum Dank und der besonderen Verehrung hat er ein eigenes Haus bekommen. Das Gästehaus des Klosters ist nach dem Heiligen Josef benannt. Er ist allgegenwärtig im ganzen Kloster, in Figuren aber auch im Gebet der Waldsassener Schwestern. Heute – an seinem Feiertag – hat ihn Laetitia Fech in die Klosterkirche gestellt. Jedes Jahr betet sie eine Novene zu ihm. Das ist ein Neun-Tages-Gebet mit verschiedensten Anliegen.

Neues Projekt unter Josefs Bauaufsicht

Morgen muss Josef, der Patron der Arbeiter und Zimmerleute, wieder ran. Er schaut jetzt aus dem Arbeitszimmer der Äbtissin auf das aktuelle Bauprojekt. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude es Klosters werden zu 24 Wohnungen für Menschen mit Behinderung und ihre Eltern und für junge Familien umgebaut. Bauaufsicht hat der heilige Josef natürlich – mit einem ganzen Packerl Papier unter seinen Füßen.