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Grüntenlifte verkauft - wann startet der Skibetrieb? | BR24

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Käufer für Grüntenlifte gefunden

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Grüntenlifte verkauft - wann startet der Skibetrieb?

Geplatzte Deals, komplizierte Besitzverhältnisse: Lange schon wurde ein Käufer für die insolventen Grüntenlifte gesucht. Nun der Verkauf - und die große Frage: Wann startet der Skibetrieb?

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Die Oberallgäuer Unternehmersfamilie Hagenauer wird die Grüntenlifte in Kranzegg (Gemeinde Rettenberg) kaufen, das gab Insolvenzverwalter Florian Zistler heute bekannt. Der Familie gehört bereits die Alpsee Bergwelt in Immenstadt. Laut Zistler habe sie dort bereits bewiesen, dass sie einen Liftbetrieb langfristig erfolgreich führen kann.

Das Skigebiet am Grünten umfasst zurzeit eine Doppelsesselbahn, sechs Schlepplifte, einen Übungslift sowie ein Förderband. Damit werden rund 20 Kilometer Pisten erschlossen.

Ein kompliziertes Erbe

Ob der Skibetrieb am Grünten diesen Winter allerdings wiederaufgenommen werden kann, ist fraglich: Der Seniorchef der bisherigen Besitzerfamilie Prinzing ist vor kurzem gestorben, jetzt muss zuerst die erbrechtliche Situation in der Familie geklärt werden.

Erst danach können Verträge über einen Verkauf der Anlage unterzeichnet werden. Laut Zistler unterstützt Familie Prinzing aber den Investor und das Vorhaben weiterhin, um eine langfristige Zukunft für den Tourismus am Grünten zu ermöglichen.

Deal mit Schweizer Investor geplatzt

Schon lange wurde für die in die Jahre gekommenen Grüntenlifte ein Investor gesucht. Vielversprechend klang das Angebot eine Schweizers: Er wollte 80 Millionen Euro in die Modernisierung des Skigebiets stecken. Vergangenes Jahr im Dezember platzte der vermeintliche Deal, die Skilifte standen still und das Amtsgericht Kempten ordnete ein Insolvenzverfahren an.

Verzweigtes Firmen-Geflecht

Der Verkauf gestaltete sich aber schwierig, weil eine Gesamtlösung nur mit der Gesellschafterfamilie Prinzing umzusetzen war. Eigentümer der Liftanlage ist beispielsweise eine Einzelfirma der Familie, einzelne Grundstücke befinden sich im Privatbesitz der Familie. Wichtige Dienstbarkeiten, also zum Beispiel das Recht einen Skibetrieb am Grünten zu führen und weiteres Betriebsvermögen liegen bei der insolventen Grüntenlifte Betriebs-GmbH.

Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde das gesamte Skigebiet nun für 2,95 Millionen Euro (Verhandlungsbasis) angeboten. Für wie viel die Oberallgäuer Familie das Skigebiet tatsächlich kaufen wird, ist bislang nicht bekannt.