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Grünes Licht fürs Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen | BR24

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Alljährlich am Dreikönigstag findet das traditionelle Hornschlittenrennen um die Bayerische Meisterschaft statt. Mit bis zu 100 Stundenkilometern rasen die mutigen Piloten den Hang hinab. Jetzt wäre es wegen Schneemangel beinahe erstmals ausgefallen.

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Grünes Licht fürs Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen

Alljährlich am Dreikönigstag findet das traditionelle Hornschlittenrennen um die Bayerische Meisterschaft statt. Mit bis zu 100 Stundenkilometern rasen die mutigen Piloten den Hang hinab. Jetzt wäre es wegen Schneemangel beinahe erstmals ausgefallen.

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Diesmal stand das traditionsreiche Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen tatsächlich auf der Kippe, obwohl es in seiner 50-jährigen Geschichte noch kein einziges Mal ausgefallen ist. In diesem Jahr aber lässt der Winter weiter auf sich warten, und viele Wintersportgemeinden mussten schon die eine oder andere Veranstaltung wegen Schneemangels streichen.

Schnee vom Neujahrsspringen wird nochmals verwendet

In Garmisch-Partenkirchen waren sich die Organisatoren des Hornschlittenrennens bis zuletzt nicht sicher, ob sie genügend Schnee zusammen bekommen würden für die 1,2 Kilometer lange Strecke. Entgegen allen Befürchtungen kann der Vorsitzende des Hornschlittenvereins Peter Stodl aber nun doch grünes Licht geben.

Jetzt gibt es für das Rennen nicht nur Kunstschnee vom Neujahrsspringen und aus dem Eisstadion: Es war in den vergangenen Tage auch so kalt, dass nochmal die Schneekanonen laufen konnten und jetzt die Schneeauflage zumindest ansatzweise für das Hornschlittenrennen reichen müsste.

Waghalsige Schlittenfahrer auf seltsamen Untersätzen

Der Hornschlitten verdankt seinen Namen den wie Gamshörnern gebogenen Kufen. Der zwei bis drei Meter lange Schlitten diente den Bergbauern einst als Arbeitsgerät. Sie transportierten damit Heu von abgelegenen Almen ins Tal oder beförderten geschlagenes Holz zum Hof.

Viele der in Garmisch-Partenkirchen teilnehmenden Gefährte sind Originale – oft mehr als 60 Jahre alt. Mit so seltsamen Untersätzen rasen die Sportler unter großem Hallo den Hang hinunter – waghalsig, mutig und oft auch mit spektakulär aussehenden Stürzen.

Kunstschnee macht die Abfahrt noch glatter

160 Höhenmeter muss der Schnee hinauf zur Partnachalm gebracht werden, dahin befördern die vielen Helfer gut 30 Lkw-Ladungen Schnee. Ob sie bis zum Dreikönigstag die komplette Strecke fertig bekommen, steht noch nicht sicher fest. Notfalls wird es zumindest ein verkürztes Hornschlittenrennen geben – das dann aber trotzdem nicht weniger spektakulär sein soll.

"Reinen Kunstschnee haben wir bis jetzt noch nicht auf der Piste gehabt, der Kunstschnee ist einfach kompakter und es wird bestimmt griffig und schnell zum Fahren!" Peter Stodl, Vorsitzender des Hornschlittenvereins

Und so ist es gar nicht unwahrscheinlich, dass es heuer wieder einen neuen Streckenrekord geben wird, denn der Kunstschnee macht die Fahrten noch rasanter. Gerade in den Steilstücken und in den Kurven legen die Männer und Frauen, die jeweils zu viert auf einem Schlitten sind, teils recht waghalsige Manöver und bis zu 100 Stundenkilometer hin. Das Hornschlittenrennen beginnt am Dreikönigstag um 12.30 Uhr.

Video: So aufregend ist das Hornschlittenrennen seit 51 Jahren

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Das Hornschlittenrennen in Partenkirchen - mittlerweile ein absoluter Klassiker. Wie immer am Dreikönigstag rasen auch dieses Jahr wieder dutzende Hornschlitten mit 4 Mann Besatzung die recht steile Strecke hinunter. Und das mittlerweile zum 50. Mal.