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Bildrechte: Surfing Wolfratshausen

Im Loisachkanal bei Wolfratshausen soll eine künstliche Surfwelle entstehen

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    Grünes Licht für Surfwelle in Wolfratshausen

    In München ist sie längst Kult: Die Surfwelle im Eisbach. Jetzt soll auch Wolfratshausen eine Surfwelle bekommen. Das Landratsamt hat grünes Licht für eine acht Meter breite Welle im Loisachkanal gegeben.

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    Von
    • Martin Breitkopf

    Seit mehr als acht Jahren kämpft der Verein "Surfing Wolfratshausen" für eine Surfwelle im Loisachkanal. Jetzt hat das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen die wasserrechtliche Genehmigung erteilt. Schon bald können die Surferinnen und Surfer im Loisachkanal loslegen.

    Kompromisse sorgen für minimierten Eingriff in Flora und Fauna

    "Das ist ein Meilenstein für die Welle", so die Reaktion von Stefanie Kastner, Vorstand von "Surfing Wolfratshausen". Jahrelange, intensive Gespräche mit Behörden, Naturschutz und Fischerei hatte es gegeben. Letztlich konnten die Beteiligten Kompromisse finden, sodass der Bau und der Betrieb der Surfwelle den Eingriff in Flora und Fauna minimiert, sagt der Wolfratshausener Bürgermeister Klaus Heilinglechner. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten werden jetzt die nächsten Schritte erfolgen. Von Seiten des Vereins will man sich auf alles einlassen, heißt es von Stefanie Kastner: „Selbstverständlich werden wir als Surfverein und zukünftiger Betreiber der Sportanlage alle für uns relevanten Auflagen bei der Planung und Durchführung des Surfbetriebs umsetzen. Der Schutz der Natur und ein positives Miteinander haben für uns seit jeher einen hohen Stellenwert."

    Surfen mit Timeslots und Aufsicht

    Das Betriebskonzept steht bereits in den Grundzügen. Das Surfen wird für die Vereinsmitglieder sowie für Tagesgäste über Zeitslots geregelt. Damit ist die Zahl der Surferinnen und Surfer, die gleichzeitig im Wasser sind, begrenzt. Zusätzlich soll es eine Aufsicht geben, heißt es vom Surfverein. Nur so könne der Verein eine übersichtliche und sichere Nutzung für alle Sportlerinnen und Sportler gewährleisten – die auch wirtschaftlich sinnvoll sei. Zudem soll gut auf die unterschiedlichen Leistungsniveaus und Bedürfnisse aller Surfer eingegangen werden, das ist der Plan. Die Buchungen sollen über ein Online-Tool erfolgen.

    Spenden und Fördergelder machen Surfwelle möglich

    Mit der wasserrechtlichen Genehmigung können jetzt die für die Finanzierung wichtigen EU-Fördermittel vom Leaderprogramm beantragt werden. Die rund acht Meter breite, stehende Welle im Loisachkanal soll rund 800.000 Euro kosten. Die Hälfte der Kosten trägt die Stadt Wolfratshausen, 270.000 Euro sind durch die Leaderförderung gedeckt und 130.000 Euro kamen über Spendengelder und Crowdfunding zusammen. Der Verein möchte die Erfolgswelle jetzt zu Ende reiten, darum sollen jetzt zeitnah Planung und Bau erfolgen.

    Neue Surferinnen und Surfer gesucht

    Der Verein "Surfing Wolfratshausen" nimmt diesen Meilenstein außerdem zum Anlass, die Öffnung des Vereins vorzubereiten. "Wir freuen uns darauf, bald viele neue begeisterte Mitglieder begrüßen zu dürfen, die uns bei den kommenden Aufgaben tatkräftig unterstützen. Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze", verrät Stefanie Kastner abschließend.

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