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Grünes Licht für neue Stammstrecken-Pläne der Münchner S-Bahn | BR24

© BR/Anton Rauch

Baustelle am Münchner Marienhof im März 2019: Probebohrungen für die 2. Stammstrecke.

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    Grünes Licht für neue Stammstrecken-Pläne der Münchner S-Bahn

    Der bayerische Ministerrat hat heute grünes Licht für eine Reihe an Änderungen an der geplanten zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München gegeben. Dazu gehört ein Rettungstunnel zwischen den beiden Hauptröhren.

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    Die bayerische Staatsregierung setzt trotz einiger Umplanungen auf eine Fertigstellung der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München bis Ende 2028. Nachdem die Deutsche Bahn an diesem - zuletzt schon zwei Jahre nach hinten geschobenen - Datum festhält, befürwortete das Kabinett am Dienstag die geplanten Optimierungen.

    Dazu zählen eine Streckenkorrektur und die Anbindung einer neuen U-Bahnlinie an den Hauptbahnhof, aber auch - das kam zuletzt neu hinzu - der Bau einer dritten Röhre als Rettungstunnel. Dadurch werden einige bisher vorgesehene Rettungsschächte überflüssig. Im Notfall sollen die Fahrgäste so schneller evakuiert werden können und die Rettungskräfte einfacher zum Einsatzort kommen.

    Neues Stellwerk am Ostbahnhof

    Am Ostbahnhof wird der Halt der zweiten Stammstrecke an die Friedensstraße verlegt, am Hauptbahnhof der Tiefbahnhof so gebaut, dass Platz genug bleibt für einen weiteren U-Bahn-Halt für die neue Entlastungslinie U9. Außerdem wird das alte Stellwerk am Ostbahnhof bis 2023 durch ein neues ersetzt. Damit soll die Zahl der Verspätungen und Zugausfälle deutlich reduziert werden.

    Deutsche Bahn: Es bleibt bei der Fertigstellung 2028

    Man wolle für größtmögliche Sicherheit nach dem neuesten Stand der Technik sorgen, sagte Bayerns Bauminister Hans Reichhart (CSU) nach der Kabinettssitzung in München. Und der Zeit- und Kostenrahmen werde durch den Rettungstunnel nicht gesprengt. Reichhart betonte: "Die Deutsche Bahn hat uns zugesichert, bis Ende 2028 fertig zu sein." Und die Bahn werde alles unternehmen, um dieses Datum zu halten.

    Chronische Überlastung der Stammstrecke

    Die sogenannte Stammstrecke verläuft weitgehend unterirdisch durch die Münchner Innenstadt. Täglich fahren dort etwa 1.000 Züge und transportieren fast eine Million Passagiere. Sie ist damit eine der wichtigsten Hauptverkehrsadern im öffentlichen Personennahverkehr in der Landeshauptstadt - aber seit Jahrzehnten chronisch überlastet.