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Grünes Band soll UNESCO-Welterbe werden | BR24

© picture alliance/ Frank Rumpenhorst

Das "Grüne Band" soll strukturschwache Regionen wieder aufwerten.

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Grünes Band soll UNESCO-Welterbe werden

Naturschützer und Kulturschaffende arbeiten in Bad Alexandersbad zusammen. Ihr Ziel: Der frühere Todesstreifen zwischen BRD und DDR, das heutige "Grüne Band", soll gleich in zwei Kategorien UNESCO-Welterbe werden.

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In Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) hat am Mittwoch (12.02.20) die Tagung "Nachhaltigkeit braucht Heimat" begonnen. Im Fokus steht das sogenannte "Grüne Band" als Erinnerungsort und Chance für ländliche Regionen.

Kooperation zwischen Kulturrat und BUND

Etwa 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland sind angereist, Veranstalter ist das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad zusammen mit dem Deutschen Kulturrat und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Aufschwung durch das "Grüne Band"

In Vorträgen, Diskussionsrunden und bei einer Exkursion nach Mödlareuth beschäftigen sich die Teilnehmer noch bis Samstag (15.02.20) mit dem "Grünen Band" als Ort der Erinnerungskultur. Die Veranstalter sehen in dem früheren Grenzstreifen heute eine Chance für die anliegenden Regionen: Kultur- und Naturprojekte könnten gerade strukturschwächere Regionen in der Nähe der früheren Grenze beleben und aufwerten.

Doppelte UNESCO-Auszeichnung für ehemalige Grenzregion

Die Tagung "Nachhaltigkeit braucht Heimat" will die frühere Deutsch-Deutsche Grenze zum UNESCO-Welterbe machen – in den Kategorien Natur und Kultur. Weltkulturerbe, weil hier Zeitgeschichte erlebbar und Erinnerungen möglich seien. Weltnaturerbe, weil sich an der ehemaligen West-Ost-Grenze ein global bedeutsames Biotopnetzwerk entwickelt hätte.

So zumindest argumentieren die Befürworter, die von der deutschen Umweltministerkonferenz unterstützt werden. Im November 2019 fiel dort der Beschluss: Bund und Länder wollen sich gemeinsam darum bemühen, dass der ehemalige Todesstreifen die doppelte Auszeichnung der UNESCO erhält. Inwiefern eine gemischte Nominierung möglich ist, prüfe derzeit die Bundesregierung.

© picture alliance/ Frank Rumpenhorst

In Bad Alexandersbad haben sich am Mittwoch Vertreter der Anrainergemeinden mit dem Deutschen Kulturrat und Naturschutzverbänden getroffen. Sie alle wollen, dass das Grüne Band als UNESCO-Welterbe anerkannt wird.

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