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Grüner Wasserstoff: Emissionsfrei unterwegs in Oberbayern | BR24

© BR/Moritz Steinbacher

Die Verbundregion Landshut, Ebersberg und München ist die erste Wasserstoffregion in Bayern. Ziel des Projekts "HyBayern" ist es, mit grünem Strom Wasserstoff für Lkw und Pkw zu erzeugen.

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Grüner Wasserstoff: Emissionsfrei unterwegs in Oberbayern

Mit Wasserstoff können Fahrzeuge umweltfreundlich fahren. Die Erzeugung des Gases ist aber energieaufwendig und nur sinnvoll, wenn es aus Öko-Strom gewonnen wird. Ein Problem, das die Kreise Landshut, Ebersberg, München und Ingolstadt lösen wollen.

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Die Verbundregion Landshut, Ebersberg und München ist die erste Wasserstoffregion in Bayern. Ziel des Projekts "HyBayern" ist es, mit Strom aus der Region, der aus regenerativen Energiequellen stammt, Wasserstoff zu erzeugen. Dieses Gas kann gespeichert und später an Tankstellen geliefert werden. Anschließend können Lkw und Pkw damit betrieben werden. Durch das Projekt ist es möglich, bis zu 4.500 Tonnen CO2 im Verkehr einzusparen.

Aus Wasser und Sonne wird Wasserstoff

Wasserstoff ist nicht giftig und kann nahezu emissionsfrei verbrannt werden. Allerdings ist viel Energie nötig, um das Gas zu produzieren. Deshalb soll grüner Wasserstoff durch Überschuss-Strom eines Isar-Wasserkraftwerks und mehrerer dezentraler Photovoltaikanlagen hergestellt werden. Als Produktionsziel haben sich die drei Landkreise 430 Tonnen Wasserstoff pro Jahr vorgenommen.

Verkehrsministerium gibt 20 Millionen Euro Fördergeld

Das Projekt "HyBayern" hat vor kurzem einen deutschlandweiten Förderwettbewerb des Bundesverkehrsministeriums gewonnen. Damit erhält die Verbundregion Landshut, Ebersberg und München bis zu 20 Millionen Euro Förderung - unter anderem für die Beschaffung von Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoff.

Zukunftsprojekt für erneuerbare Energien

Die drei Landkreise sehen in der Förderung einen wichtigen Innovationsschub für die Energiewende, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Neben den drei Landkreisen wird das Projekt von 22 Unternehmen, Verbänden und Hochschulen unterstützt. Insgesamt investieren alle beteiligten Partner rund 45 Millionen Euro.

© HyBayern/Hynergy GmbH

Die Verbundregion Landshut, Ebersberg und München ist die erste Wasserstoffregion Bayerns.

Ingolstadt wird ebenfalls Wasserstoff-Region

Auch Ingolstadt gehört zu den bundesweit 16 Regionen, die beim Wettbewerb "HyLand - Wasserstoffregionen in Deutschland" gewonnen hat. Die Region erhält vom Bundesverkehrsministerium für ihren Vorschlag eine Förderung in Höhe von 300.000 Euro.

Treibstoff-Produktion vor Ort

Im Ingolstädter Konzept "IN2H2" wurde die Verbindung von Wasserstoffmobilität in den kommunalen Fahrzeugflotten mit lokaler Wasserstoffproduktion untersucht: So sollen ÖPNV und Nutzfahrzeuge, wie Müllsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen, mit Brennstoffzellen betrieben werden und Möglichkeiten untersucht werden, wie überschüssig produzierter Wasserstoff für die lokale Versorgung genutzt werden kann. Mit dem Preisgeld soll die Region Ingolstadt ein detailliertes Umsetzungskonzept erstellen.