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Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, das Spitzenduo der Grünen in Bayern
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Sebastian Grosser
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Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, das Spitzenduo der Grünen in Bayern

Die Freude über den erfolgreichen Wahlkampf ist auch knapp eine Woche später bei der Landesdelegiertenversammlung in Regensburg groß: 38 grüne Abgeordnete werden im nächsten Bayerischen Landtag sitzen - wenn auch nicht auf der Regierungsbank.

Natürlich habe er sich Grün in der Regierungsverantwortung gewünscht, betonte Spitzenkandidat Ludwig Hartmann in seiner Rede. Nach den Sondierungsgesprächen mit der CSU sei jedoch klar gewesen, dass es keinen gemeinsamen Weg gegeben habe.

Verbales Einschießen auf die orange-schwarze Koalition

An dem sich nun anbahnenden Bündnis zwischen CSU und Freien Wählern lässt er kein gutes Haar: "Mir kommt es wie eine Laienkoalition vor: Einfach weiter so ohne irgendwas ändern zu wollen." Das Bündnis werde den Aufgaben im Natur- und Klimaschutz nicht mal ansatzweise gerecht, sagte Hartmann weiter.

"Eher werde ich Schweinezüchter als Hubert Aiwanger ein Umweltschutzpolitiker wird. Und bevor Söder etwas gegen den Flächenfraß unternehmen wird, hänge ich mir Franz Josef Strauß über mein Bett." Ludwig Hartmann, Bündnis 90/Die Grünen

Mängel sehe er auch im Bereich der zentralen sozialen Fragen wie dem Thema Mieten und Wohnen, betonte Hartmann und schwor die 300 Delegierten auf die Rolle als Oppositionsführer ein.

Grüne wollen eintreten gegen Rechts und für Bürgerrechte

Katharina Schulze wurde noch deutlicher: Es gelte auch, Haltung zu zeigen gegen eine konservative Regierung und gegen populistische Tendenzen im Bayerischen Landtag. Das sei auch die Grundlage des Erfolgs bei der Landtagswahl gewesen.

"Wir haben deutlich gezeigt, dass wir Grüne in der Hinsicht die einzige liberale Partei sind, weil wir den Rechtsstaat verteidigen", sagte Schulze. Das Polizeiaufgabengesetz sei ein gutes Beispiel dafür. Bayern sei das sicherste Bundesland - und dennoch habe die CSU-Regierung die Rechte der Bürger eingeschränkt. "Wir Grüne lassen das nicht zu."

Junge Grüne in Regensburg

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