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Grünen-Chef Habeck in Dinkelsbühl: Hunderte Bauern demonstrieren | BR24

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Mehrere Hundert Bauern und Sympathisanten versammelten sich in Dinkelsbühl vor der Schranne.

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Grünen-Chef Habeck in Dinkelsbühl: Hunderte Bauern demonstrieren

In Dinkelsbühl haben hunderte Bauern bei der Wahlkampfveranstaltung von Grünen-Chef Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) demonstriert. Die Initiative "Land schafft Verbindung" hielt eine Kundgebung ab, bei der auch Habeck zu Wort kam.

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Von
  • Florian Deglmann

Landwirte aus Mittelfranken und dem angrenzenden Baden-Württemberg waren bereits am Vormittag gemeinsam mit rund 50 Schleppern zur Dinkelsbühler Schranne aufgebrochen, wo die Veranstaltung mit dem Bundesvorsitzenden der Grünen, Robert Habeck, stattfand. Auch zahlreiche Bauern-Sympathisanten versammelten sich in der Innenstadt von Dinkelsbühl und demonstrierten mit. Insgesamt kamen laut Polizei knapp 1.000 Teilnehmer.

"Land schafft Verbindung" hält Kundgebung ab

Am Mittag gegen 13 Uhr begann die Kundgebung der Bewegung "Land schafft Verbindung", die sich für die Interessen der Bauern einsetzt und in den vergangenen Monaten immer wieder mit der Politik diskutierte. Dinkelsbühls Oberbürgermeister Christoph Hammer (CSU) sprach sich dafür aus, dass man die Landwirte, die von Landschaftsschutzmaßnahmen betroffen sind, auch entsprechend entschädigen müsse.

Habeck gegen Preis-Dumping: "Es geht um gerechte Preise"

Neben weiteren Politikern verschiedener Parteien kam im Rahmen der Demonstration in Dinkelsbühl auch Habeck selbst zu Wort. In seiner Rede sprach er sich sich für Extensivierung der Landwirtschaft aus. Es müssten kleinteilige Betriebe stärker direkt gefördert werden, die nachhaltig wirtschaften. Dumpingpreise in Supermärkten müssten abgeschafft werden. Die entsprechenden Regelungen im Gesetz, die es erlauben, ständig Rabattaktionen auszurufen und somit Niedrigpreise ermöglichen, müssten gestrichen werden. Dabei machte Habeck klar: "Wir müssen nicht alle Bioprodukte kaufen. Es geht um gerechte Preise, damit das soziale Gefüge uns nicht um die Ohren fliegt." Außerdem plädierte der Grünen-Vorstand für die Immunokastration, die Impfung gegen Ebergeruch bei Ferkeln, die bei Tierschützern als eine tierschonende Alternative zur klassischen Kastration gilt. Hier zeigte sich ein Großteil der Landwirte allerdings skeptisch.

Bauernbewegung übergibt Habeck Forderungspapier

Im Rahmen der Kundgebung überreichte die Bauern-Initiative Habeck dann noch ihr Forderungspapier, in dem es unter anderem um die viel umstrittene Düngeverordnung, die öffentliche Wahrnehmung der Landwirte und das stark kritisierte Mercosur-Abkommen geht. Dieser bedankte sich schließlich für den respektvollen Umgang und die sachliche Diskussion. Gegen 14:30 Uhr endete die Demo und die Landwirte traten mit ihren Schleppern wieder die Heimreise an.

OB Hammer machte sich für Traktoren in der Innenstadt stark

Ursprünglich hatte "Land schafft Bewegung" geplant, lediglich mit kleinen Kindertretschleppern aufzutreten. OB Hammer machte sich jedoch für den durchaus imposanteren Auftritt mit den großen Traktoren in der Innenstadt stark.

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Bauerndemo in Dinkelsbühl

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