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Die Grünen wollen, dass die Hesselbergbahn wieder Passagiere transportiert

Gibt es genug Fahrgäste, die eine Zugverbindung zwischen Nördlingen und Gunzenhausen nutzen würden? Ein Gutachten im Auftrag der Grünen kommt jetzt zu dem Schluss: Ja – wenn es mehr Haltepunkte gibt. Der Kreisverband Donau-Ries der Grünen sieht deshalb nun die Voraussetzungen für eine seit langem diskutierte Reaktivierung der Bahnstrecke für gegeben.

Für Reaktivierung der Hesselbergbahn sind weitere Haltestellen nötig

Das Gutachten eines sachverständigen Bauingenieurs, das die Grünen in Auftrag gegeben haben, kommt zu dem Ergebnis, dass mit zwei neuen Haltestellen im Norden Nördlingens und in Hainsfarth ausreichend Fahrgäste die Strecke auf dem Abschnitt zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen (Lkr. Ansbach) nutzen würden, damit die Reaktivierung möglich ist. Gleichzeitig müssten die Züge dann aber statt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h mit Tempo 100 km/h unterwegs sein, damit zum Beispiel in Nördlingen die Anschlüsse erreicht werden. Laut dem Gutachten ist die Strecke dafür aber ausgelegt.

Reaktivierung der Teilstrecke würde 2,7 Millionen Euro kosten

Die Inbetriebnahme der Strecke zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen beläuft sich laut Albrecht Röttger, Bahn-Experte der Kreis-Grünen, auf 2,7 Millionen Euro. Es müssten Bahnsteige gebaut und Bahnübergänge umgestaltet werden.

Politische Unterstützung für die Aktivierung der Hesselbergbahn

Die Grünen werben nun um politische Unterstützung für das Projekt. Bislang fahren auf der Strecke nur Güterzüge. Ob und welches Bahnunternehmen dann Interesse haben könnte, die Strecke zu betreiben, steht noch nicht fest.