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Die Grünen im Stadtrat von Bamberg haben die Erweiterungspläne des Automobilzulieferers Brose vorerst abgelehnt.

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Grüne lehnen Erweiterung von Brose in Bamberg ab

Die Grünen im Bamberger Stadtrat haben den Erweiterungsplänen des Automobilzulieferers Brose in der Stadt vorerst eine Absage erteilt. Auch am Stammsitz in Coburg gibt es seit Monaten Probleme.

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Von
  • Ulla Küffner
  • Simon Trapp
  • BR24 Redaktion

Die Grünen im Stadtrat von Bamberg haben die Erweiterungspläne des Automobilzulieferers Brose vorerst abgelehnt. Der Grund: Brose lehne es entgegen eines Beschlusses des Stadtrates bislang ab, Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäudedächern zu installieren, teilte die Stadtratsfraktion "Grünes Bamberg" mit. Auch plane das Unternehmen keine Begrünung der Bauten.

Senat stimmt Erweiterungsplänen von Brose zu

Zuvor hatte der Bau- und Werkssenat des Stadtrats den Erweiterungsplänen mehrheitlich zugestimmt. Die Stadt Bamberg sichere sich so hochqualifizierte Arbeitsplätze und finanzielle Gestaltungsspielräume für soziale Investitionen, erklärte Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) nach der Entscheidung.

Automobilzulieferer argumentiert mit Verkehrsanbindung

In Bamberg will der Automobilzulieferer Brose seine Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten erweitern. Hintergründe der Entscheidung für Bamberg seien unter anderem die bessere Verkehrsanbindung und die vom Bamberger Stadtrat beschlossenen Vorleistungen für den Ausbau des Geländes, teilte Brose am Montag mit. Der Stadtrat hatte bereits im Haushaltsplan für das Jahr 2021 ein 6,1 Millionen Euro teures Investitionsprogramm eingearbeitet, um die notwendigen Rahmenbedingungen für einen weiteren Ausbau des Brose-Standorts zu schaffen.

Brose vermisst politische Rückhalt in Coburg

Am Stammsitz in Coburg will Brose ebenfalls investieren, allerdings nicht so stark wie in Bamberg. Brose begründete das mit mangelnder Unterstützung durch die Stadt Coburg. Die Stadt wies diesen Vorwurf zurück. Unter anderem fordert Brose trotz anderslautendem Beschluss des Coburger Stadtrats weiter einen Ausbau der Bundesstraße B4 in unmittelbarer Nähe der Konzernzentrale. Brose-Chef Michael Stoschek war daraufhin aus der CSU ausgetreten.

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