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Arnschwang nach der Bluttat

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    Grüne fordern Sonderermittler im Fall Arnschwang

    Nach dem Tod eines fünfjährigen Flüchtlingsjungen in einer Asylunterkunft in Arnschwang in der Oberpfalz fordern die Landtags-Grünen die Einsetzung eines Sonderermittlers. Von Regina Kirschner

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    Nach Ansicht der Grünen muss die Bluttat von Arnschwang genauestens aufgearbeitet werden. Deshalb reichten sie heute einen entsprechenden Antrag ein.

    "Minister Herrmann lässt keinerlei Bereitschaft erkennen, das offensichtliche Behördenversagen aufzuklären und politische Konsequenzen zu ziehen." Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann

    Bohrende Fragen

    "Wie kann das sein, dass ein Verurteilter, der im Gefängnis saß, der eine Fußfessel trägt, in eine Asylunterkunft kommt, in der Alleinerziehende mit Kindern leben?", fragt Hartmann. Das müsse aufgeklärt werden. Der einzig "gangbare Weg" sei dabei ein unabhängiger Sonderermittler. Er muss laut Hartmann überprüfen, ob es ein Behördenversagen gab, "ob es an der Bezirksregierung, am Innenministerium oder an einem anderen Ministerium lag."

    Bereits gestern hatten sich die Oberpfälzer Landräte nach der Bluttat von Arnschwang, wo ein 41 Jahre alter afghanischer Asylbewerber einen Fünfjährigen erstochen hat, für eine bessere Vernetzung der Behörden ausgesprochen. Ziel müsse es sein, dass alle zuständigen Stellen über besondere Fälle wie den des Afghanen informiert sind, hieß es nach einer Tagung in Neukirchen beim Heiligen Blut im Landkreis Cham.