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Grüne fordern Beobachtung von Deggendorfer Burschenschaft | BR24

© pa/dpa/Andrea Warnecke

Symbolbild Überwachung

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    Grüne fordern Beobachtung von Deggendorfer Burschenschaft

    Harmlose Burschenschaft oder "Schnittstelle in rechten Netzwerken"? Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, dass der Verfassungsschutz die Burschenschaft "Markomannia Wien zu Deggendorf" beobachten soll. Das Innenministerium kennt die Problematik.

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    Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern, dass die Burschenschaft "Markomannia Wien zu Deggendorf" vom Verfassungsschutz beobachtet wird. In einer Mitteilung der Partei heißt es: "Diese treibt in Niederbayern ihr Unwesen und paktiert mit rechten Burschenschaften wie 'Danubia München', die vom Verfassungsschutz beobachtet werden."

    Schnittstelle in rechten Netzwerken?

    Laut Grünen-Politiker Cemal Bozoğlu hat die Burschenschaft Beziehungen zur "Identitären Bewegung" und zur AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative". Der rechtspolitische Sprecher der Partei, Toni Schuberl, spricht von der Markomannia als "Schnittstelle in rechten Netzwerken."

    Innenministerium kennt Problematik

    Die Landtags-Grünen haben in einer Mitteilung auch die Antwort des Innenministeriums angehängt. Darin bestätigt das Innenministerium, dass rechtsextreme Verbindungen zwischen der "Markomannia Wien zu Deggendorf" und der "Danubia München", "Thessalia zu Prag in Bayreuth" und "Germania Salzburg" bestehen.

    Verfassungsschutz alarmiert

    Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz erklärt auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, dass die Überschneidungen der Markomannia Wien zu Deggendorf zur rechtsextremistischen Szene bekannt sind. Führende Personen aus dem Bezirksverband Ostbayern der Jungen Alternative (JA) seien zudem in der Makromannia aktiv:

    "Damit liegen hinreichend gewichtige tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung vor. Somit wird die Aktivitas der Burschenschaft Markomannia Wien zu Deggendorf beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz als Beobachtungsobjekt bearbeitet." Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz

    Schlagende Studentenverbindung für Männer

    Die "Markomannia Wien zu Deggendorf" sieht sich selbst als Studentenverbindung für Männer mit 158 Jahre Geschichte. Nach eigenen Angaben ist man Mitglied der Deutschen Burschenschaft sowie der Burschenschaftlichen Gemeinschaft. Seit 2008 haben sich in Deggendorf mehrere Mitglieder zusammengetan. Es handelt sich dabei um eine schlagende Burschenschaft. Die Mitglieder sind somit verpflichtet zu Fechten. Bei den sogenannten Mensuren werden die Teilnehmer häufig im Gesicht verletzt.