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Grüne: Bayern soll Kita-Gelder des Bundes anders verwenden | BR24

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Die Grünen werfen der Staatsregierung vor, falsche Akzente bei der Kinderbetreuung in Bayern zu setzen. Statt die Eltern finanziell bei der Betreuung zu unterstützen, sollten die Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz direkt an die Kitas fließen.

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Grüne: Bayern soll Kita-Gelder des Bundes anders verwenden

Die Grünen werfen der Staatsregierung vor, falsche Akzente bei der Kinderbetreuung in Bayern zu setzen. Statt die Eltern finanziell bei der Betreuung zu unterstützen, sollten die Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz direkt an die Kitas fließen.

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Laut einer Studie, die die Grünen zitieren, ist der frühpädagogische Bereich bundesweit strukturell unterfinanziert. Deshalb fordern die Grünen, insbesondere die Bundesmittel aus dem Gute-Kita-Gesetz vollständig in diese Einrichtungen zu stecken. Kindgerechte Betreuung und gut qualifiziertes Personal habe Vorrang vor Wahlgeschenken, sagt der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Becher. Er verlangt beispielsweise einen besseren Betreuungsschlüssel:

"Wir können das über die Arbeitsbedingungen bei der frühkindlichen Bildung, über das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) machen. Da haben wir Handhabe. Bei der Tarifautonomie hat der Staat relativ wenig Handhabe." Johannes Becher (Die Grünen), Landtagsabgeordneter

Ausbildung soll attraktiver werden

Immerhin sind sich Grüne und CSU darin einig, dass die Ausbildung in diesem Bereich attraktiver werden muss - beispielsweise durch eine Vergütung vom ersten Tag an. Den Vorschlag von Sozialministerin Kerstin Schreyer (CSU), Kita-Leitungen zumindest zum Teil vom Gruppendienst freizustellen, bezeichnet der Grüne Becher zwar als Schritt in die richtige Richtung - allerdings als zu kurz gedacht. Bei größeren Kinderbetreuungseinrichtungen sei die Leitung ein Vollzeitjob.

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Mit Modellversuchen wie Optiprax, bei dem die Erzieherausbildung verkürzt wird, soll es gelingen, mehr Fachkräfte für die Kinderbetreuung in Bayern zu finden. Das sagte Familienministerin Kerstin Schreyer.