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Grün statt grau: Ein ökologischer Wohnmobilpark für Penzing | BR24

© BR / Peter Allgaier

Kristina und Julian Kalkschmidt wollen in Penzing bei Landsberg am Lech einen ökologischen Wohnmobilpark eröffnen

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    Grün statt grau: Ein ökologischer Wohnmobilpark für Penzing

    Kristina und Julian Kalkschmidt haben es satt: Wo immer sie mit dem Wohnmobil hinkommen, sind die Stellplätze grau in grau. Jetzt will das Ehepaar einen eigenen Wohnmobilpark in Penzing bei Landsberg am Lech bauen - ökologisch und grün.

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    "Ganz egal wo wir hinkamen, fast alle waren grau", erzählt Kristina Kalkschmidt. Zusammen mit ihrem Mann Julian verreist sie immer in den Ferien mit dem Wohnmobil. Beiden liegt die Natur am Herzen, deshalb waren die Stellplätze, auf denen sie übernachtet hatten, nicht selten ein Ärgernis. Denn oft war der Boden versiegelt, bestand aus Schotter oder Teer. Die Kalkschmidts wollen es ganz anders machen und einen durch und durch ökologischen Stellplatz bauen. Entstehen soll er in ihrem Heimatort Penzing nahe Landsberg am Lech.

    CO2-Fußabdruck so gering wie möglich

    "Auf jeden Fall wird es Solarstrom aus Photovoltaik geben und wir planen auch einen Verleih von E-Bikes und E-Autos", sagt Julian Kalkschmidt. "Wir wollen den CO2-Fußabdruck der Gäste so gering wie möglich halten." Das ist durchaus sinnvoll, denn Wohnmobile brauchen nicht selten doppelt so viel Sprit wie ein normaler Pkw. Wer sich am Reiseort bewegt, kann so also Ressourcen sparen.

    Wildblumen, Insekten und ein Barfußlehrpfad

    Doch die Kalkschmidts haben noch mehr vor. "Wir wollen Wildblumen ansiedeln und Hecken pflanzen, damit sich Bienen und Insekten richtig wohlfühlen", sagt Kristina Kalkschmidt. Auch ein Barfußlehrpfad ist geplant, auf dem die Gäste die Natur erspüren sollen.

    Die Kalkschmidts stehen auf der Wiese, die einmal ihr Stellplatz werden soll und die etwa so groß ist wie ein Fußballfeld. "Wir haben sechs Monate danach gesucht", sagt Julian Kalkschmidt. Das Grundstück ist an zwei Seiten von Bäumen umrahmt, etwa 200 Meter entfernt liegt ein Baggersee. Doch noch gehört die Fläche der Gemeinde Penzing.

    Landratsamt prüft, ob es Einwände gibt

    Im Gemeinderat sei die Idee grundsätzlich gut angekommen, sagt Bürgermeister Peter Hammer. Doch jetzt müsse das Landratsamt prüfen, ob es Einwände gegen einen Stellplatz auf dem Grundstück gibt. Das junge Paar will die Fläche kaufen, etwa 750.000 Euro müssten sie investieren, bis der Stellplatz dann so aussieht, wie sie ihn sich vorstellen.

    Eröffnung vielleicht schon im nächsten Jahr

    "Wir machen uns wenig Hoffnung auf eine finanzielle Förderung", sagt Julian Kalkschmidt, weil wir eben noch im Speckgürtel von München liegen. "Aber vielleicht hilft die Industrie- und Handelskammer uns beim Businessplan." Die Kalkschmidts hoffen, dass es mit der Baugenehmigung noch in diesem Jahr klappt. "Dann könnten wir vielleicht schon 2021 den Platz eröffnen", ergänzt Kristina Kalkschmidt. Auch regionale Bioprodukte wie Milch oder Grillfleisch soll es dann dort geben. Die Kleinschmidts haben viel vor – da wird der eigene Urlaub mit dem Wohnmobil wohl erst mal zurückstehen müssen.

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