BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Coronavirus: Augburger Bischofsweihe wird nun doch verschoben | BR24

© picture alliance / Hollandse Hoogte

Illustration Coronavirus

3
Per Mail sharen
Teilen

    Coronavirus: Augburger Bischofsweihe wird nun doch verschoben

    Am 21. März hätte die Bischofsweihe in Augsburg in kleinem Rahmen stattfinden sollen, diese wird nun doch wegen Corona verschoben. Das Füssener Festspielhaus schließt komplett. Die Entwicklungen zu Veranstaltungsabsagen in Schwaben im Liveticker.

    3
    Per Mail sharen
    Teilen

    Augsburger Bischofsweihe wird verschoben

    Das Bistum Augsburg hat jetzt (13.03.) mitgeteilt, dass die Augsburger Bischofsweihe aufgrund des Coronavirus jetzt doch verschoben werden muss. Ein neuer Termin soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden. "Der Coronavirus bestimmt auch unser kirchliches Leben immer mehr. Zwar hatten wir uns im Gespräch mit der Stadt Augsburg, der Regierung von Schwaben und den Verantwortlichen der Gesundheitsämter darauf geeinigt, die Bischofsweihe am 21. März in kleinem Format zu feiern. Darauf hatte ich mich sehr gefreut", teilt der ernannte Bischof, Prälat Dr. Bertram Meier, in einem Statement mit. Konkret bedeute die Terminverschiebung, dass Meier weiterhin als Diözesanadministrator seinen Dienst tun werde, bis er zum Bischof geweiht werden kann. Meier ist heute in München von Ministerpräsident Markus Söder vereidigt worden.

    Festspielhaus in Füssen schließt komplett

    Das Festspielhaus Füssen sagt wegen der Corona-Krise alle Veranstaltungen bis einschließlich 19. April ab und wird das Theater für Besucher bis zu diesem Termin komplett schließen. Das teilte das Festspielhaus mit. Auch die morgige Vorstellung von Ludwig² findet nicht statt. Man bedauere die Situation sehr, aber die Gesundheit von Besuchern, Mitarbeitern und Künstlern steht an aller erster Stelle und man wolle kein weiteres Risiko eingehen. Sämtliche Tickets des Musicals Ludwig² behalten ihren Wert Wert und können auf andere Termine oder in Wertgutscheine, welche die nächsten drei Jahre gültig sind umgetauscht werden.

    Skibetrieb im gesamten Oberallgäu wird zum Montag eingestellt

    Aufgrund der Corona-Krise werden die Bergbahnen Oberstdorf/Kleinwalsertal ihren Betrieb ab kommenden Montag (16.03.2020) für diese Skisaison beenden. Das teilten die Bergbahnen auf ihrer Webseite mit. Betroffen sind damit die Skiräume am Fellhorn/Kanzelwand, am Walmendingerhorn, Heuberg, Ifen, Nebelhorn und das Söllereck.

    Auch die Skigebiete in Balderschwang, Grasgehren und Bad Hindelang/ Oberjoch werden ab Montag den Skibetrieb einstellen. Wie das Skigebiet Grasgehren auf der Webseite schreibt, bedauere es diese Entwicklung sehr, aber Gesundheit und Sicherheit der Gäste, der Mitarbeiter und der Bevölkerung hätten jetzt höchste Priorität.

    Im Kleinwalsertal sind ab Montag alle Hotels und Pensionen sowie Ferienwohnungen wegen Corona geschlossen. Das bestätigte das Tourismusbüro Kleinwalsertal dem Bayerischen Rundfunk auf Nachfrage.

    Klimaschutzdemo in Sonthofen wegen Corona untersagt

    Die Demonstration der Aktivisten von Fridays for Future in Sonthofen wurde wegen des Coronavirus von den Behörden untersagt. Das im Anschluss geplante Klimacafé wird von den Organisatoren aus Gründen des Gesundheitsschutzes verschoben. "Das Coronavirus ermöglicht und erfordert weitreichende Einschnitte in das gesellschaftliche Leben," so die 17-jährige Ronja Lacher von Fridays for Future Sonthofen. "Wir wünschen uns die gleiche Entschlossenheit bei Maßnahmen zum Klimaschutz", so Lacher weiter.

    Kein Osterplärrer in Augsburg

    Die Stadt Augsburg hat den Osterplärrer abgesagt. Oberbürgermeister Kurt Gribl sagte auf einer eigens angesetzten Pressekonferenz im Augsburger Rathaus, die Vorgaben ließen, was den Plärrer und andere Großveranstaltungen angehe, keine Spielräume. Die Eröffnung von Schwabens größtem Volksfest war für Ostersonntag, den 12. April geplant.

    Bezirk Schwaben sagt Kulturveranstaltungen ab

    Bis zum 19. April verzichtet der Bezirk Schwaben auf sämtliche öffentlichen Veranstaltungen in seinen kulturellen Einrichtungen. Darunter fallen unter anderem Konzerte des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters, eine Ausstellung im Schloss Höchstädt und diverse Veranstaltungen im Museum Oberschönenfeld. Bezirkstagspräsident Martin Sailer bezeichnete die Entscheidung als präventive Maßnahme, um die Verbreitung des Coronavirus möglichst zu minimieren. Auf diese Weise wolle man ältere und vorbelastete Menschen schützen. Die Bezirksmuseen bleiben zwar geöffnet, alle Begleitangebote wie Führungen entfallen jedoch. Besucher, die bereits Karten gekauft haben, können sich auf der Homepage des Bezirks über die Rückgabe und Ersatzveranstaltungen informieren.

    Saison der Deutschen Eishockey Liga endet ohne Playoffs

    Nach dem Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern in Bayern ist die Saison für die Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey Liga beendet. Die DEL teilte mit, die anstehenden Playoffs könnten nicht mehr durchgeführt werden. Grund seien die Verbote von Großveranstaltungen in mehreren Bundesländern.

    DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke erklärte: „Wir haben angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen. Wir als DEL stellen die Gesundheit unserer Fans, Spieler und Mitarbeiter in den Fokus."

    Augsburger Panther erstatten Playoff-Tickets

    Die Augsburger Panther kündigten an, Tickets für die erste Playoff-Runde gegen den ERC Ingolstadt zu erstatten. Über das genaue Verfahren will der Eishockeyclub in den nächsten Tagen informieren. Der Fan-Shop im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

    Vorstellungen am Staatstheater Augsburg entfallen bis Mitte April

    Wie an den übrigen staatlichen Theatern in Bayern finden auch im Staatstheater Augsburg wegen des grassierenden Coronavirus bis voraussichtlich 19. April keine Vorstelllungen mehr statt.

    "So bedauerlich es von künstlerischer Seite her auch ist, unterstützen wir selbstverständlich die Maßnahmen, die der Gesundheit der Bevölkerung dienen und hoffen, dass diese schwere Krise so schnell wie möglich beendet ist, um wieder für unser Publikum spielen zu können", erklärte Staatsintendant André Bücker.

    Tickets werden erstattet – nicht selbst zurückbringen

    Das Staatstheater kündigte an, allen Kartenkäufern, deren Daten vorliegen, den Ticketpreis zu erstatten. Käufer, die keine Daten angegeben haben werden gebeten sich per Telefon oder E-Mail beim Besucherservice des Theaters zu melden. Das Staatstheater bittet darum, Tickets nicht persönlich zurückzubringen.

    Wegen Corona: Saisonende für ESV Kaufbeuren in der DEL2

    Für den ESV Kaufbeuren enden die Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) wegen des Coronavirus vorzeitig. Die DEL2 sagte sämtliche weiteren Playoff-Spiele ab. Dem ESV Kaufbeuren war am Sonntag der zweite Sieg in den Pre-Playoffs gegen Bietigheim gelungen. Damit hatte sich Kaufbeuren für das Viertelfinale qualifiziert.

    Pokalspiel des FC Memmingen gegen den TSV 1860 München

    Das Halbfinalspiel im bayerischen Pokal zwischen dem FC Memmingen und dem TSV 1860 kann am 31. März nicht vor Zuschauern stattfinden. Das teilte der FC Memmingen mit. Nach Angaben des Vereins wurde von der Stadt eine Durchführung des Spiels vor Fans wegen des Coronavirus untersagt – auch für den Fall dass der FC weniger als 1.000 Menschen ins Stadion gelassen hätte. Die Stadt habe das damit begründet, dass das Fußballspiel auch bei einer Zuschauerbegrenzung Massenansammlungen auslösen würde. Der FC Memmingn versucht nun, das Spiel in Absprache mit dem Bayerischen Fußballverband zu verlegen.

    Plärrer und Dult in Augsburg drohen Verschiebung oder Absage

    Auf der Kippe steht auch der Augsburger Plärrer. Die Eröffnung von Schwabens größtem Volksfest wäre am Ostersonntag, dem 12. April. Ob das Fest ganz abgesagt oder nur verschoben wird, ist derzeit unklar. Fraglich ist auch, ob die Osterdult stattfinden kann. Sie sollte eigentlich am 11. April eröffnet werden. Die Stadt Augsburg hat für Mittwochnachmittag eine Pressekonferenz anberaumt.

    Landestheater Schwaben sagt Vorstellungen bis auf Weiteres ab

    Die Veranstaltungen des Landestheaters Schwaben im Stadttheater Memmingen sind bis auf Weiteres abgesagt worden. Das teilte die Stadt Memmingen mit und begründete die Maßnahme mit „der dynamischen Entwicklung bei der Verbreitung des Coronavirus“. Die Absage der Aufführungen geht über die Empfehlung der Staatsregierung, Veranstaltungen mit mehr als 500 Besuchern abzusagen, hinaus. Das Stadttheater Memmingen bietet maximal 400 Zuschauern Platz.

    Ostermarkt in Roggenburg kann nicht stattfinden

    Der Ostermarkt in Roggenburg am 14. und 15. März ist ersatzlos abgesagt worden. Damit folgt das Kloster Roggenburg dem bayerischen Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern. Die Entscheidung sei schwergefallen, "jedoch wog die Fürsorge, insbesondere für Familien und ältere Menschen höher, als die kulturellen, sozialen und spirituellen Aspekte", heißt es in einer Pressemitteilung des Klosters.

    Festspielhaus in Füssen plant Veranstaltungen mit maximal 900 Sitzplätzen

    Das Festspielhaus in Füssen teilte mit, dass nach aktuellem Stand alle geplanten Veranstaltungen stattfinden könnten. Man sei wegen der Ausbreitung des Coronavirus aber in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Die maximale Sitzplatzkapazität im Festspielhaus wird auf 900 Plätze reduziert. Für die Vorstellungen im März und April seien aktuell für keine Veranstaltung mehr als 900 Tickets verkauft, so dass alle Tickets ihre Gültigkeit behalten, erklärte das Festspielhaus.

    Allgäuer Hotels von Buchungsrückgang wegen Coronavirus betroffen

    Die Ausbreitung des Coronavirus bekommt auch die Allgäuer Tourismusbranche zu spüren. In vielen Orten berichten die Hoteliers von Stornierungen. Aus Memmingen heißt es beispielsweise, sonst hätten viele Urlauber aus Nordrhein-Westfalen auf dem Weg nach Italien einen Stopp eingelegt – diese Gäste bleiben aktuell aus. Auch dass viele Firmen Dienstreisen gestrichen haben, mache sich bemerkbar. Insbesondere in Füssen verzeichnen die Betriebe durch das Fernbleiben der vielen chinesischen Urlauber seit Wochen deutliche Umsatzeinbußen. Allerdings gibt es vermehrt Anfragen von Gästen, die eigentlich einen Urlaub in Südtirol geplant hatten und nun stattdessen die freie Zeit im Allgäu verbringen möchten.