Fahrgäste steigen in eine Tram ein.
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Öffentlicher Nahverkehr

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Großstreiktag: Kaum ÖPNV im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen

Der öffentliche Personennahverkehr wird am Montag in Nürnberg komplett zum Erliegen kommen. Die Städte Fürth und Erlangen dagegen bieten einen Notfallfahrplan an – allerdings auch mit einem stark eingeschränkten Angebot.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Der angekündigte Großstreik wird am kommenden Montag (27.03.2023) voraussichtlich den öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg komplett lahmlegen. Die VAG Nürnberg stellt den gesamten U-Bahn, Bus- und Straßenbahn-Verkehr ein. Es gebe keine Notfahrpläne, teilte der Verkehrsbetreiber VAG mit. Alle Busse, Straßen-und U-Bahnen sollen in den Depots bleiben, da auch für einen Notbetrieb nicht ausreichend Personal zur Verfügung stehe. Stattdessen empfiehlt die VAG, auf den Fahrrad-Verleihservice VAG Rad auszuweichen.

Fürth: Beeinträchtigungen aber Servicecenter bleibt geöffnet

Nach Angaben der "infra Fürth", der Verkehrsdienstleisterfirma der Stadt, kommt es auch bei den Fürther Buslinien über 24 Stunden zu Beeinträchtigungen. Dennoch versucht das Unternehmen mit einem reduzierten Fahrplan den Busverkehr in Fürth aufrecht zu erhalten.

Vornehmlich mit privaten Verkehrsunternehmen fahren die Busse auf Basis eines eingeschränkten Liniennetzes im 30-Minuten-Takt beziehungsweise die Linie E79 im 60-Minuten-Takt. Die mit E72, E73, E78 und E79 benannten Linien binden unter anderem die Stadtteile Burgfarrnbach, Hardhöhe, Vach, Atzenhof und Oberfürberg an die Fürther Innenstadt an. Davon ist auch der Schülerverkehr betroffen.

Alle aktuellen Fahrpläne sind dafür im Internet unter www.infra-fuerth.de zusammengestellt. Telefonisch beantwortet der Kundendienst unter 0911 / 97 04 40 00 alle Fragen.

Auch keine U-Bahn in Fürth

Der Betrieb des Fürther Teils der U-Bahnlinie U1 liegt in der Verantwortung der VAG und wird deshalb nicht fahren, auch nicht im Teilbereich Fürth.

Die "infra Fürth" rät ihren Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt auf jeden Fall kurzfristig zu informieren und mehr Zeit für die Fahrten einzuplanen. Die Servicecenter in der Leyher Straße 69 und im Fürther Hauptbahnhof sind wie gewohnt geöffnet – ebenso wie das Verwaltungsgebäude an der Leyher Straße 69.

Erlanger Stadtwerke richten Notfahrplan ein

Auch die Erlanger Stadtwerke haben Notfahrpläne entwickelt. Private Verkehrsunternehmen sollen zwischen 4.00 Uhr am Montagmorgen und 1.00 Uhr nachts am Dienstag (28.03.23) alle Buslinien im Stundentakt betreiben, teilten die Erlanger Stadtwerke mit. Die sogenannte Kliniklinie zwischen dem Busbahnhof und der Uniklinik sei vom Warnstreik nicht betroffen, heißt es weiter. Auch die Rufbusse sollen im Einsatz sein.

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