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Großeinsatz: Patient droht sich mit Scherbe das Leben zu nehmen | BR24

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Polizeieinsatz (Symbolbild)

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    Großeinsatz: Patient droht sich mit Scherbe das Leben zu nehmen

    Großeinsatz der Polizei am Freitagabend in Werneck: Ein Patient des Bezirkskrankenhauses hatte gedroht sich mit einer Glasscherbe das Leben zu nehmen. Nach anderthalb Stunden gab der 28-jährige Brasilianer auf und lies sich festnehmen.

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    Gegen 21:00 Uhr hatte ein Angestellter des Bezirkskrankenhauses die Polizei verständigt, dass ein psychisch belasteter Patient eine Fensterscheibe in seinem Zimmer zerschlagen hatte und drohte sich mit einer Scherbe das Leben zu nehmen.

    Spezialeinsatzkommando und Vermittler

    Beim Eintreffen der ersten Streifen befand sich der Brasilianer immer noch allein in seinem Zimmer und hielt die Scherben in seiner Hand. Der 28-Jährige bedrohte sich in der Folge immer wieder selbst. Die Polizeibeamten sicherten das Zimmer und forderten neben der Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Unterfranken auch ein Spezialeinsatzkommando an. Erste Versuche, die Situation im Gespräch mit dem Patienten zu lösen, schlugen fehl.

    Arzt übersetze

    Erst mit Unterstützung des behandelnden Arztes, der die Muttersprache des 28-Jährigen – portugiesisch - beherrschte, konnten die Polizeiverhandlungsführer den Patienten zur Aufgabe überreden. Der Brasilianer wurde widerstandlos und unverletzt festgenommen. Der Mann befindet sich weiterhin in psychiatrischer Behandlung im Bezirkskrankenhaus.

    Der Bayerische Rundfunk berichtet - vor allem wegen möglicher Nachahmer-Effekte - in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer die zuständige Redaktion sieht es durch die Umstände der Tat geboten. Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.