Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Großeinsatz im Mühldorfer Gefängnis: SEK muss ausrücken | BR24

© Bayern 1

Die Polizei spricht von einer "Bedrohungslage", einer "heiklen" Situation, die sich in der Nacht in der JVA Mühldorf zugetragen hat. Häftlinge randalierten und bedrohten Mithäftlinge. Eine Person musste ins Krankenhaus - auch das SEK rückte aus.

18
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Großeinsatz im Mühldorfer Gefängnis: SEK muss ausrücken

Die Polizei spricht von einer "Bedrohungslage", einer "heiklen" Situation, die sich in der Nacht in der JVA Mühldorf zugetragen hat. Ein Häftling randalierte. Eine Person musste ins Krankenhaus - auch das SEK rückte aus.

18
Per Mail sharen
Teilen

In der Nacht hat es in der JVA Mühldorf einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Das bestätigt ein Polizeisprecher auf Anfrage. Demnach handelte es sich um eine "Bedrohungssituation" in einer Zelle mit mehreren Häftlingen.

Häftling randalierte – ein Mithäftling im Krankenhaus

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein Häftling in einem Gemeinschaftshaftraum randaliert, ein Feuer gelegt und mehrere Mithäftlinge bedroht. Speziell geschulten Polizeibeamten der Verhandlungsgruppe gelang es, den 27-Jährigen zur Aufgabe zu bewegen. Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei konnten den Mann festnehmen.

Die fünf Mithäftlinge wurden getrennt voneinander untergebracht. Mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung, infolge des in der Zelle gelegten Feuers, wurde ein Häftling zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht, alle übrigen Personen blieben unverletzt.

Großaufgebot an Rettungskräften - SEK im Einsatz

Wie der Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte, war ein Großaufgebot an Polizisten, Rettungskräften, Feuerwehr, eine Verhandlungsgruppe und das SEK im Einsatz. Alle sechs Personen der Gemeinschaftszelle wurden in Gewahrsam genommen, der mutmaßliche Haupttäter konnte festgenommen werden.

Polizei: Keine Gefahr für die Bevölkerung

Laut Polizei ging keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.

Kripo ermittelt auch wegen versuchter Geiselnahme

Jetzt hat die Kripo Mühldorf die Ermittlungen übernommen. Gegen den 27-Jährigen werden die Untersuchungen wegen verschiedener Delikte, auch wegen Geiselnahme, geführt. Zu klären gilt es für die Kripo auch, ob einer oder mehrere der fünf Mithäftlinge sich strafbar gemacht haben.

💡 Wann rückt das SEK aus?

Tatsächlich ist das Sondereinsatzkommando ziemlich oft im Einsatz. Es rückt im Schnitt zwei bis drei Mal in Bayern pro Tag aus, sagt BR-Polizeireporter Henning Pfeifer. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich eine Person in der Wohnung verschanzt und die Situation gefährlich werden könnte. Die Spezialeinheiten sind auch oft bei Razzien dabei, gerade im Bereich der Drogenkriminalität – oder generell, wenn Personen festgenommen werden sollen, die als gefährlich eingestuft werden. Außerdem retten die SEK-Beamten auch Menschenleben. Wenn jemand von einem Hochhaus in die Tiefe springen will, dann gehen ausschließlich Spezialkräfte auf das Dach von diesem Hochhaus.