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Großeinsatz der Polizei: Wenig Verstöße im Fränkischen Seenland | BR24

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Das fränkische Seenland wurde am Wochenende regelrecht überrannt. Weil es immer wieder Probleme mit Parkverstößen gab und Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt wurden, kontrollierte die Polizei am See mit einem Hubschrauber.

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Großeinsatz der Polizei: Wenig Verstöße im Fränkischen Seenland

Besucher haben am Wochenende das Fränkische Seenland regelrecht gestürmt. Die Polizei kontrollierte mit mehreren Einsatzkräften – zu Wasser, zu Land und in der Luft. Die Rettungskräfte unterstützten. Verstöße gab es kaum.

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Von
  • Jonas Miller
  • Ursula Schmidt

Wegen Corona machen viele Menschen heuer Urlaub daheim. Das bekommen die Tourismusregionen in Franken zu spüren. Im Fränkischen Seenland etwa war der Andrang am Wochenende (08./09.08.20) riesig. Das Polizeipräsidium Mittelfranken schickte deshalb mehrere Einsatzkräfte an die Seen. Polizeihubschrauber kreisten über dem Kleinen und dem Großen Brombachsee, dem Altmühlsee, dem Rothsee und dem Igelsbachsee, um Badende besser im Blick zu haben und um die Wasserrettungskräfte zu unterstützen. Außerdem beobachtetet die Polizisten aus der Luft auch die Stauzonen rund um die Parkplätze im Fränkischen Seenland. Zudem waren Beamte auf Pferden im Einsatz.

Auch Rettungskräfte hatten viel zu tun

Unterstützung bekamen die Beamten von Rettungskräften. Die Wasserwacht Gunzenhausen fuhr etwa am Großen Brombachsee vermehrt Kontrolle. Im Vergleich zu den Vorjahren sei das Aufkommen an Badegästen noch einmal deutlich erhöht, sagte ein Polizist dem Bayerischen Rundfunk. Die meisten Deutschen hielten sich wohl daran, Urlaub im eigenen Land zu machen, das bekäme nun auch das Fränkische Seenland zu spüren. Besonderes Augenmerk legt die Polizei deshalb auch auf Wildcamper und Wildangler in geschützten Gebieten.

Polizei erinnert mit Lautsprecherdurchsagen an Maskenpflicht

Vor allem in den vollen Badebuchten Ramsberg und Allmannsdorf machte die Polizei mit Lautsprecherdurchsagen im Halbstunden-Takt auf die Abstandsregeln und die Maskenpflicht an Kiosken und Toiletten aufmerksam. Die meisten Badegäste hielten sich an die Coronaregeln oder wichen auf weniger stark frequentierte Bereiche aus. Nur auf den in den Seen schwimmenden Plattformen seien Mindestabstände regelmäßig unterschritten worden. Falschparker hatten auch dieses Wochenende konsequent ein Knöllchen an der Windschutzscheibe.

Nur ein Auto musste am Samstag abgeschleppt werden

Zum Großteil hielten sich die Badegäste an die Bestimmungen. Bei großangelegten Kontrollen im gesamten Fränkischen Seenland musste am Wochenende lediglich ein Auto abgeschleppt werden, 450 Autofahrer begingen geringfügige Parkverstöße, die mit einem Bußgeld geahndet wurden.

Zwölfjähriges Mädchen war am Igelsbachsee vermisst

Wie hilfreich es ist, wenn sich alle an die Regeln halten, zeigte sich bei einem Einsatz am Igelsbachsee. Ein zwölfjähriges Mädchen war als vermisst gemeldet worden. Die Einsatzkräfte konnten ungehindert und schnell zum Einsatzort gelangen, weil die Rettungswege nicht durch Falschparker blockiert wurden. Das Mädchen meldete sich unverletzt nach rund zwei Stunden bei den Einsatzkräften. Auch am kommenden Wochenenden will die Polizei das Fränkische Seenland verstärkt kontrollieren.

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