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Polizeieinsatz in der Münchner Georgenstraße in der Nacht zum 20.06.2021.

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Großeinsatz der Münchner Polizei wegen Feiernder im Univiertel

Ruhestörung, Pyrotechnik und viel Alkohol: Nicht nur in Augsburg, sondern auch im Münchner Univiertel musste die Polizei in der Nacht auf Sonntag gegen allzu ausgelassene Feiernde vorgehen. Verletzt wurde aber nach aktuellem Stand niemand.

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Von
  • Gerhard Brack
  • Tobias Bönte
  • Henning Pfeifer

Auch am Samstagabend haben wieder zahlreiche junge Menschen in der Münchner Türkenstraße gefeiert. Das bestätigte die Polizei auf BR-Anfrage. Bereits am Freitagabend waren dort 700 bis 1.000 Menschen zusammengekommen, die Polizei hatte die Ansammlung schließlich aufgelöst. Am Samstagabend hätten die Beamten nun wieder eingreifen müssen, so der Polizeisprecher. Zunächst wurde allerdings noch friedlich gefeiert.

1.500 Polizeibeamte zusätzlich im Einsatz

Und auch im Gesamten sei die Nacht in München friedlich verlaufen, so die Polizei. Vereinzelt habe es zwar Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und Polizeibeamten gegeben, insgesamt zeigte sich die Polizei jedoch zufrieden. Es feierten allerdings deutlich mehr Menschen in der Innenstadt im Freien als vor der Corona-Pandemie, so die Polizei in einem Fazit am Sonntagmittag.

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Nicht nur in Augsburg, sondern auch im Münchner Univiertel musste die Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen allzu ausgelassene Feiernde vorgehen. Ein Trend, der sich in der Corona-Zeit verstärkt hat, meint die Polizei München.

Wegen des EM-Spiels in der Fußball-Arena seien 1.500 zusätzliche Beamte im Dienst gewesen. Durch dieses Plus an Einsatzkräften habe man viele Situationen frühzeitig und im Dialog mit den Feiernden lösen können, so die Polizei am Sonntag.

Feiernde mit Lautsprechern

Neben der Münchner Türkenstraße sei auch der Professor-Huber-Platz vor der Ludwig-Maximilians-Universität mit rund 1.000 Feiernden gestern Abend sehr gut besucht gewesen, so der Polizeisprecher. Dabei kam es auch zu Ruhestörungen - einige der Feiernden hatten Lautsprecher dabei, so die Polizei

Glasflaschen in Richtung Polizei geworfen

Gleichzeitig verstießen viele der Feiernden gegen das Glasflaschenverbot. Es wurden sogar einige Glasflaschen in Richtung der Polizei geworfen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Polizei identifizierte einen 19-Jährigen aus Ingolstadt als Werfer einer der Flaschen. Gegen ihn wird jetzt wegen des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Festnahme wegen Pyrotechnik

Ein 26-jähriger aus dem Landkreis München konnte dabei beobachtet werden, wie er Pyrotechnik innerhalb einer Menschenmenge zündete, heißt es im Polizeibericht. Er wurde wegen einer gefährlichen Körperverletzung und eines Verstoßes gegen des Sprengstoffgesetz angezeigt.

Straßenräumung in der Nacht

Zwischen 23:00 Uhr und 03:00 Uhr räumte die Polizei schließlich den Georg-Elser-Platz, die Akademiestraße, Abschnitte der Georgenstraße und der Schellingstraße, sowie den Wedekindplatz und den Hofgarten, weil sich dort immer noch größere Gruppen von laut feiernden Menschen aufhielten. Dort sei Alkohol konsumiert worden - zudem hätten einige ein "deutlich enthemmtes Verhalten" gezeigt, wie es im Polizeibericht heißt.

Partyvolk laut Polizei "unkooperativ und uneinsichtig"

Vor den Räumungen machte die Polizei auch einige Lautsprecherdurchsagen und warnte die Feiernden. Der Erfolg dieser Maßnahme war aber mäßig: "Viele Personen verhielten sich unkooperativ und uneinsichtig", berichtet die Polizei.

Bereits am Freitagabend hatte die Polizei an verschiedenen Orten im Stadtteil Maxvorstadt und im Englischen Garten viele Menschen in punkto Ruhestörung und Infektionsschutzverordnung zur Ordnung gerufen.

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