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Große und kleine Fahrrad-Projekte in München | BR24

© BR/Lisa Hinder

Abgestellte Fahrräder in München

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    Große und kleine Fahrrad-Projekte in München

    Rund 18 Prozent der Münchner nutzen das Rad. Und es werden laut der Studie "Mobilität in Deutschland" ständig mehr. Ein Problem: Radfahrer und Autofahrer kommen sich auf den Straßen manchmal in die Quere kommen. Dagegen will die Stadt etwas tun.

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    Der Platz auf der Straße ist begrenzt. All das wird im Münchner Rathaus registriert, sagt Florian Paul, der offizielle Fahrradbeauftragte der Stadt, der die Fahrradinfrastruktur entsprechend ausbauen will.

    "Im Moment machen wir viele kleine Projekte, aber es sollen auch in nächster Zeit einige große Projekte kommen. Zum Beispiel der Radschnellweg in den Münchner Norden, Richtung Garching und Unterschleißheim, wo ein drei Meter breiter Radschnellweg angelegt werden soll." Florian Paul, Fahrradbeauftragter der Stadt München

    Kritik vom ADFC: Fahrradprojekte nur Kosmetik

    Daneben würden viele Fahrradwege saniert und die Fahrradabstellmöglichkeiten ausgebaut. Für Andreas Groh vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub sind das aber nur leichte kosmetische Veränderungen, die kaum etwas bewirken.

    "Gut laufen das MVG-Fahrrad oder andere Projekte, die nicht wesentlich in den Straßenraum so eingreifen, dass der Autoverkehr nicht eingeschränkt wird. Das ist das Grundproblem sämtlicher Verkehrsplanung, dass das Auto immer noch heilig ist. Und dafür ist in der Stadt einfach nicht der Platz. Infolgedessen hat es dann in der Stadt keinen Platz für vernünftige Radinfrastruktur. Und genau dort traut sich die Politik nicht ran, die Entscheidungen zu treffen." Andreas Groh, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub

    Fahrrad-Bürgerentscheid für München geplant

    Mit anderen Verbänden und Parteien möchte der ADFC deshalb Ende März einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen. Die Ziele: Mehr Radwege und mehr Sicherheit für Fahrradfahrer in München. Damit der Bürgerentscheid Realität wird, müssen aber erst einmal rund 30.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt werden. Doch die Mehrheit will mehr Platz fürs Rad in der Stadt, ist sich Andreas Groh sicher.

    "Wir sehen schon auch, dass sehr viele mit dem Fahrrad fahren würden, wenn sie sich sicher fühlen." Andreas Groh, Allgemeiner Deutscher Fahrradclub

    Fahrradbeauftragter begrüßt Pläne für Bürgerentscheid

    Für den städtischen Fahrradbeauftragten Florian Paul ist ein Fahrradentscheid besonders spannend, weil dann klar wird, welchen Stellenwert und welche Akzeptanz der Radverkehr in der breiten Bevölkerung und Stadtgesellschaft genießt.

    "Weil wir das nicht so genau wissen, könnte dieser Radentscheid zusätzlich ein sehr wichtiges Signal für die Entscheidungsträger in der Politik und der Verwaltung sein, welche Bedeutung einer Verkehrswende seitens der Bürger beigemessen wird." Florian Paul, Fahrradbeauftragter der Stadt München