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Große Isar-Partys trotz Corona: Söder droht mit Konsequenzen  | BR24

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Angesichts der Bilder von großen Partys am Isarufer oder auf Plätzen in Bayerns Städten droht Ministerpräsident Söder mit Konsequenzen: Man beobachte das genau. Sollten die Corona-Infektionszahlen stark steigen, "würden wir nicht endlos zuschauen".

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Große Isar-Partys trotz Corona: Söder droht mit Konsequenzen 

Angesichts der Bilder von großen Partys am Isarufer oder auf Plätzen in Bayerns Städten droht Ministerpräsident Söder mit Konsequenzen: Man beobachte das genau. Sollten die Corona-Infektionszahlen stark steigen, "würden wir nicht endlos zuschauen".

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Die Bilder von großen Menschenansammlungen an der Isar oder anderen Plätzen in Bayern und Deutschland erfüllen den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder mit Sorge. Dies zeuge von Leichtsinn, beklagte der CSU-Politiker nach einer Kabinettssitzung in München und kündigte an: "Wir werden sehr genau darauf achten, wie es da weitergeht."

Im Moment seien die Infektionszahlen weitgehend stabil. "Sollten sich da aber wieder dramatische Veränderungen ergeben, müsste man überlegen, wie man reagiert", betonte Söder und warnte: "Auf jeden Fall würden wir nicht endlos zuschauen können und dürfen."

Söder: Gefahr der Corona-Ausbreitung in den Städten am größten

Gerade in den Städten werde man die Lage genau beobachten, stellte der Ministerpräsident klar. Denn dort sei die Gefahr "am allergrößten".

Bei den gegenwärtigen Corona-Ausbrüchen wie zum Beispiel in Starnberg könne man "relativ lokal begrenzt agieren", sagte er. "Da weiß man ungefähr, um welche Personen es geht, da kann man Infektionsketten verfolgen." Bei großen Partys aber sei es sehr schwer, das zu verfolgen - "mit einer sehr starken Möglichkeit der Ausbreitung". Er sei daher nach wie vor besorgt. "Es gibt für mich keinen echten Anlass zur Entwarnung."

Tausende feiern an der Isar

Insbesondere in München, aber auch in anderen bayerischen Städten gab es in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder Berichte über ausufernde Partys am Isarufer und öffentlichen Plätzen. Da Clubs und Diskotheken weiterhin wegen Corona geschlossen bleiben müssen, zieht es viele Menschen nachts zum Feiern ins Freie.

In der Nacht zum vergangenen Samstag feierten nach Schätzungen der Münchner Polizei in München allein am Isarufer zwischen Deutschem Museum und Flaucher in der Spitze rund 10.000 Menschen. Anwohner beklagen sich schon länger über zunehmenden Lärm bis in die Morgenstunden - auch unter der Woche. Am vergangenen Wochenende gingen bei der Münchner Polizei mehr als 1.000 Anrufe wegen Ruhestörungen ein, sie rückte allein deshalb zu über 400 Einsätzen aus.

Auf dem Münchner Gärtnerplatz gibt es regelmäßig Polizeieinsätze, weil Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Auf der Leopoldstraße sprach die Polizei am Wochenende mehrere Platzverweise aus.

Polizeieinsätze auch in anderen bayerischen Städten

In Regensburg musste die Polizei in der Nacht zu Samstag den Bismarckplatz für etwas mehr als eine Stunde sperren, weil zu viele Menschen unterwegs waren und somit die Corona-Abstandsregeln nicht eingehalten werden konnten. Die Polizei in Augsburg verzeichnete ebenfalls etliche Einsätze.

Grundsätzlich gelten in Bayern weiterhin Kontaktbeschränkungen. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal zehn Menschen treffen. Abstandsregeln sollten eingehalten werden.

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