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Großbrand in Stockstadt: Kunststofffirma kann weiter produzieren | BR24

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    Großbrand in Stockstadt: Kunststofffirma kann weiter produzieren

    Der Betrieb in der kunststoffverarbeitenden Firma in Stockstadt, bei der es gebrannt hat, läuft weiter. Durch das Großfeuer wurde eine Halle, in der Rohstoffe gelagert werden, größtenteils zerstört. Die Produktionsanlagen waren nicht betroffen.

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    Astrid Kleinbach, Geschäftsführerin der Sand Profile GmbH in Stockstadt (Lkr. Aschaffenburg), schreibt auf BR-Nachfrage: " Wir arbeiten heute ganz normal, in unseren Hallen 1-4, die vom Brand nicht betroffen sind. Die betroffene Halle bereitet uns natürlich gewisse Schwierigkeiten, die wir aber durch unsere Niederlassungen auffangen können bzw. müssen im anderen Gebäudeteil die Arbeitsplätze neu aufgebaut werden."

    Firma organisiert Wiederbeschaffung und Wiederaufbau

    Aktuell müssen Kleinbach zufolge die Rohstoffe, die durch den Brand vernichtet wurden, wieder beschafft, Werkzeuge und Führungen überarbeitet und Arbeitsplätze neu eingerichtet werden. Die durch den Brand völlig zerstörte Lagerhalle soll nach Abschluss aller Arbeiten an gleicher Stelle wieder aufgebaut werden. Die Sand Profile GmbH fertigt Profile, Formteile und Befestigungselemente für die Automobilindustrie.

    Brandursache und Schadenshöhe weiter unklar

    Die Ursache für den Großbrand ist weiter unklar. Nach Angaben der Polizei haben Ermittler der Kriminalpolizei Aschaffenburg zusammen mit Spezialisten des Landeskriminalamtes den Brandort erst am Dienstag betreten können. Die Schadenshöhe könne heute noch nicht abgeschätzt werden. Laut Polizei geht sie in die Millionenöhe.

    Bürgermeister sagt maximale Unterstützung zu

    Peter Wolf, der Bürgermeister von Stockstadt, zeigte sich erleichtert, dass keine Produktionsanlagen durch den Großbrand vernichtet wurden.

    "Ich will mich zusammen mit dem Landratsamt dafür einsetzen, dass bald die baurechtlichen Rahmenbedingungen für einen Wiederaufbau des Lagers geschaffen werden können, damit die Produktion baldmöglichst ohne Behinderungen weiter gehen kann." Peter Wolf, Bürgermeister von Stockstadt

    650 Feuerwehrleute im Dauereinsatz – 3.000 Haushalte ohne Strom

    Am Ostersonntag war kurz nach 16 Uhr im Bereich einer 12.000 Quadratmeter großen Lagerhalle einer kunststoffverarbeitenden Firma ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurden schätzungsweise 3.000 Quadratmeter ein Raub der Flammen. 650 Feuerwehrleute waren bei den 24-stündigen Löscharbeiten im Einsatz. Bei den Löscharbeiten haben sich nach neuesten Angaben vier Feuerwehrleute leichte Verletzungen zugezogen. Unterdessen waren rund 3.000 Haushalte stundenlang ohne Strom, weil durch den Großbrand auch eine Hochspannungsleitung beschädigt worden war.