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Ein technischer Defekt hat wohl den Großbrand in einem Werkstoffhof in Rothenburg ob der Tauber ausgelöst, so ein Polizeisprecher.

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Großbrand in Rothenburg: Brandursache wohl technischer Defekt

Ein technischer Defekt hat vergangene Woche wohl den Großbrand in einem Werkstoffhof in Rothenburg ob der Tauber ausgelöst, so ein Polizeisprecher. Das Wasserwirtschaftsamt gab derweil Entwarnung wegen der Schadstoffbelastung umliegender Gewässer.

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Von
  • Nicolas Eberlein
  • Markus Balek

Nach dem Großbrand auf einem Wertstoffhof in Rothenburg ob der Tauber im Landkreis Ansbach vergangene Woche ist nun die Brandursache klar. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks bestätigte, hat wohl ein technischer Defekt den Brand ausgelöst. Vorsätzliche Brandstiftung werde derzeit laut dem Sprecher ausgeschlossen. Zu dem Schluss kommen die Brandfahnder der Polizei nach ihren Untersuchungen.

Lagerhalle brannte komplett aus

In der Nacht auf den vergangenen Donnerstag vor einer Woche waren die Einsatzkräfte zu dem brennenden Recyclinghof in Rothenburg ob der Tauber gerufen worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand eine Halle mit gelagerten Holz- und Kunststoffabfällen komplett in Flammen, die Dächer der Lagerhallen waren eingestürzt. Rund 300 Einsatzkräfte waren in der Nacht an den Lösch- und Sicherungsarbeiten beteiligt, darunter auch Streitkräfte der US-Armee in Katterbach. Auch am Wochenende mussten die Einsatzkräfte weiter löschen.

Keine Schadstoffbelastung umliegender Gewässer

Wegen der großen Menge an Löschschaum, die bei den Löscharbeiten in umliegende Gewässer eintraten, gab es Befürchtungen vor einer erhöhten Schadstoffbelastung der Gewässer. Nach erneuten Untersuchungen teilte das Wasserwirtschaftsamt Ansbach jedoch am Mittwoch mit, dass keine erhöhte Schadstoffbelastung gemessen werden konnte. Dabei wurden die Wasserqualität der Tauber und des Igelsbachs nochmals untersucht.

Zudem wurde neben der chemischen auch eine gewässerbiologische Untersuchung vorgenommen, um Auswirkungen auf Kleinstlebewesen zu klären. Das Wasser im Igelsbach und in der Tauber sei demnach klar und geruchlich unauffällig gewesen, so das Ergebnis der Probe vom Dienstag. Die untersuchten Parameter der entnommenen Gewässerproben zeigten keine Auffälligkeiten und bewegten sich im üblichen Rahmen.

Plastikteilchen im Wasser

Angler und Spaziergänger hatten zudem Plastikteilchen nach dem Brand im Wasser entdeckt. Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts sei es unvermeidlich, dass Kunststoffteilchen nach einem Großbrand dieses Ausmaßes in die Gewässer gelangten. Durch die Kläranlage hätte zwar ein Großteil dessen, was über das Kanalnetz eingegangen sei, zurückgehalten werden können. Durch den aktuellen Wind sei eine Verfrachtung in die Umgebung aber nicht auszuschließen.

Kunststoffpartikel seien demnach sicher noch länger in Gewässern auffindbar, so das Wasserwirtschaftsamt. Die Wasserqualität werde auch in den nächsten Tagen weiter geprüft. Bei dem Brand ist Schätzungen zufolge ein Sachschaden von mehreren Millionen Euro entstanden.

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Ein technischer Defekt hat vergangene Woche wohl den Großbrand in einem Werkstoffhof in Rothenburg ob der Tauber ausgelöst, so ein Polizeisprecher. Das Wasserwirtschaftsamt gab derweil Entwarnung wegen der Schadstoffbelastung umliegender Gewässer.

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