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Großbrand in Roding: Ermittlungen stocken | BR24

© BR/Rudolf Heinz

Die Feuerwehr löscht von einer Drehleiter aus die Industriehalle in Roding

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    Großbrand in Roding: Ermittlungen stocken

    Nach dem Großbrand einer Industrie- und Lagerhalle in Roding (Lkr. Cham) mit zweistelligem Millionenschaden, kann die Kripo derzeit nicht ermitteln. Die Brandstelle ist einsturzgefährdet und nicht begehbar.

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    Die Ermittlungen nach dem Großbrand beim Maschinen-Produzenten Mühlbauer Group in Roding (Lkr. Cham) sind ins Stocken geraten. Wie ein Polizeisprecher dem BR auf Nachfrage mitteilt, sei die Brandstelle für die Kripobeamten nicht begehbar. Die abgebrannte Halle auf 100x100 Metern sei zu gefährlich, weil sie einsturzgefährdet ist. Erst wenn Statiker grünes Licht geben, können die Ermittler ihre Arbeit aufnehmen. Der Polizeisprecher schätzt, dass die statische Untersuchung frühestens Mitte dieser Woche abgeschlossen sein wird.

    Abgebrannte Halle muss sechs Monate geschlossen bleiben

    In der Maschinenhalle fällt der Betrieb für mindestens ein halbes Jahr aus. Das hat die Mühlbauer GmbH & Co. KG mitgeteilt. Die abgebrannte Galvanikhalle - eine von elf Hallen des Maschinenherstellers - soll in den kommenden Monaten vollständig saniert werden, so eine Unternehmenssprecherin. Dort kann in dieser Zeit nicht gearbeitet werden. Der Lack- und Pulverbetrieb soll aber kommende Woche seine Arbeit wiederaufnehmen, heißt es. Die Mitarbeiter seien derzeit mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

    Mühlbauer bedankt sich bei Einsatzkräften

    Durch den Großeinsatz von 465 Feuerwehrleuten und Rettungskräften konnte ein Übergreifen auf andere Produktionshallen der Firma verhindert werden. Laut Unternehmenssprecherin gab es glücklicherweise lediglich Leichtverletzte, die noch vor Ort behandelt werden konnten. Das Unternehmen bedankt sich bei allen beteiligten Einsatzkräften. Mit Folge- oder Umweltschäden sei nicht zu rechnen, heißt es.

    Hochwertige Maschinen vollständig verbrannt

    Der Brand in Roding hat einen Schaden in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro verursacht, teilt die Polizei mit. In der Halle waren hochwertige Galvanik-Maschinen gelagert. Die Maschinen, die Säurebecken und die Industriehalle wurden von den Flammen vollständig zerstört, so die Polizei weiter. Das Feuer war am Freitagabend ausgebrochen. Als Ursache wird ein technischer Defekt vermutet. Mehr soll Ende dieser Woche bekannt werden, wenn die Kripo an der Brandstelle ermitteln kann.