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Beratungen über weiteren Schulbetrieb in Christophorus-Schule | BR24

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Bei einem Brand in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (04.10.19) wurde die Christophorus Grund- und Mittelschule Berchtesgaden weitgehend zerstört. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand. Laut Polizei entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

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Beratungen über weiteren Schulbetrieb in Christophorus-Schule

Die Christophorus-Schule in Berchtesgaden ist in der Nacht auf Freitag vollständig abgebrannt, noch immer ist die Brandursache unklar. Die Verantwortlichen wollen heute über die weitere Organisation des Schulbetriebs beraten.

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Die Schulleitung der niedergebrannten Christophorusschule in Berchtesgaden geht weiter davon aus, dass der Schulbetrieb in den eigenen, angrenzenden Räumen ab Mittwoch stattfinden kann.

Die zentrale Heizung auf dem Gelände der Schule funktioniert bereits wieder im Teilbetrieb, am Wochenende wurden entsprechende Tests durchgeführt. Das sagte Florian Ott, der Gesamtleiter des Christlichen Jugenddorfwerks (CjD) Bayern, dem BR auf Anfrage.

Am Montag fällt Entscheidung über weiteren Schulbetrieb

Eine spruchreife Entscheidung über die Organisation des Schulbetriebs nach dem Brand soll heute Nachmittag fallen. Die Verantwortlichen des Christlichen Jugenddorfwerks Bayern (CJD), des Trägers der Schule, wollen darüber beraten, wie der Schulbetrieb weitergehen soll. Ott sagte dem BR, dass es wohl eine interne Lösung geben werde.

Das würde bedeuten, dass die Schüler in anderen Gebäuden des CJD unterrichtet oder auch untergebracht werden und nicht in Räumlichkeiten etwa von Gemeinden oder anderen Organisationen. Das CJD betreibt neben den Schulen auf der Buchenhöhe auch ein Gymnasium in Schönau am Königsee.

Laut Florian Ott liegen die Überreste der Schule "ruhig da", letzte Kleinstbrände sind gelöscht, Einsatzkräfte abgezogen.

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Nach dem verheerenden Brand an der Christophorus-Schule in Berchtesgaden in der Nacht auf Freitag, ist die Brandursache immer noch unklar. Die Verantwortlichen wollen heute über die weitere Organisation des Schulbetriebs beraten.

Schulgebäude lichterloh in Flammen

Das Schulgebäude stand schon lichterloh in Flammen, als die ersten Einsatzkräfte gegen drei Uhr morgens in der Nacht zum Freitag eintrafen. Die Feuerwehr konnte gerade noch verhindern, dass die Flammen auf die Wohn- und Schulungsgebäude in unmittelbarer Nachbarschaft übergriffen.

Bis weit in den Freitag Vormittag hinein waren etwa 200 Kräfte im Einsatz, unter anderem von 13 Feuerwehren aus der Umgebung sowie von Rotem Kreuz, THW und Malteser Hilfsdienst. Zwischenzeitlich wurde sogar das Löschwasser knapp, die Feuerwehr pumpte Wasser aus dem örtlichen Schwimmbad ab, um das Flammenmeer zu bekämpfen.

Brandursache weiterhin unklar

Die Bilanz am Ende des Großeinsatzes: Die Christophorus-Grund- und Mittelschule, die in 900 Metern Höhe oberhalb von Berchtesgaden liegt, ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt und muss vermutlich komplett neu aufgebaut werden. Das Haus war Ende der 1980-er Jahre in Holzständerbauweise errichtet worden. Nach Informationen der Polizei beläuft sich der Sachschaden auf mehrere Millionen Euro. Verletzt wurde niemand.

Die Ermittlungen der Brandfahnder zur Brandursache hätten noch kein Ergebnis gebracht, so Florian Ott am Sonntag gegenüber dem BR.

Zehn Schulklassen sollen bis Mittwoch untergebracht werden

Es sei eine Herausforderung, für zehn Klassen Unterrichtsmöglichkeiten zu finden, sagte der Leiter der CJD-Grund- und Mittelschule, Anton Kaunzner. Ihm wurden nach eigenen Worten bereits Räume in Berchtesgaden und Marktschellenberg angeboten. Der Schulleiter ist aber optimistisch, dass es gelingt, alle Schüler bis zum Ende des laufenden Schuljahres im Alpininternat am nahegelegenen Dürreck unterzubringen. Dort könnten genügend Ausweichräume zur Verfügung gestellt werden.

"Wir brauchen Stabilität für die Kinder, die Schulabschlüsse machen, die Prüfungen machen. Da schaut es gut aus, dass wir bis zum Ende des Schuljahres bleiben können." Anton Kaunzner, Schulleiter

Kultusminister Michael Piazolo äußerte sich in einer schriftlichen Stellungnahme zu der Brandkatastrophe. "Der tragische Brand bestürzt mich und macht mich betroffen", schreibt der Kultusminister und dankte den Feuerwehrleuten vor Ort. Ihr rascher Einsatz habe Schlimmeres verhindert, betonte Piazolo. Er sei "wahnsinnig froh, dass niemand verletzt wurde", so der Minister wörtlich.