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Die Stadt Nürnberg hat nach dem Brand in einem Kraftwerk den Katastrophenfall ausgerufen.

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Nürnberg ruft nach Kraftwerk-Großbrand Katastrophenfall aus

Nach dem Kraftwerkbrand hat die Stadt Nürnberg den Katastrophenfall ausgerufen. Die Fernwärmeversorgung ist in Teilen der Stadt beeinträchtigt. Stadt und N-Ergie richten Krisenstäbe ein. Die Bürger sollen sparsam heizen.

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Von
  • Simone Schülein
  • Martin Hähnlein

Die Stadt Nürnberg hat nach dem Brand im Großkraftwerk Franken den Katastrophenfall ausgerufen. Die Fernwärme ist in den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach beeinträchtigt. In den betroffenen Stadtteilen befinden sich 1.150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen sind neben den Haushalten unter anderem auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Die Stadt und der Energieversorger N-Ergie haben Krisenstäbe eingerichtet und befinden sich im Austausch.

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Diese Gebiete sind betroffen von der unterbrochenen Fernwärme.

Notversorgung mit mobilen Geräten wird organisiert

Unterdessen hat N-Ergie die Nürnberger Bürgerinnen und Bürger gebeten, sparsam mit Heizung und Warmwasser umzugehen. Die Fernwärme-Versorgung für etwa 15.000 Menschen könne bei den aktuell niedrigen Temperaturen nicht vom Kraftwerk im Stadtteil Sandreuth aufgefangen werden, so N-Ergie. Die Wärmeversorgung für einzelne Abnehmer werde vorübergehend reduziert, gleichzeitig bemüht sich der Energieanbieter eigenen Angaben zufolge um eine Übergangsversorgung.

Eiseskälte von bis zu minus 16 Grad vorausgesagt

Derzeit versucht die N-Ergie, mobile Heizungen für die Betroffenen aufzutreiben. Die niedrigen Temperaturen führen zu einem Engpass in der Fernwärme-Versorgung und die Situation könnte noch ernster werden. Für die kommenden Nächte sagt der Deutsche Wetterdienst in Nürnberg Tiefstwerte von bis zu minus 16 Grad voraus.

Das Großkraftwerk ist nach dem Brand von gestern Abend außer Betrieb. Es gehört dem Anbieter Uniper, einer früheren EON-Tochter. Normalerweise versorgt das Kraftwerk die Stadtteile Röthenbach und Gebersdorf mit Fernwärme. Gestern Nachmittag hatte ein Brand den Betrieb des Kraftwerks zum Erliegen gebracht. 120 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei ermittelt wegen der Brandursache. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

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Nach dem Kraftwerkbrand hat die Stadt Nürnberg den Katastrophenfall ausgerufen. Die Fernwärmeversorgung ist in Teilen der Stadt beeinträchtigt. Stadt und N-Ergie richten Krisenstäbe ein. Die Bürger sollen sparsam heizen.

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