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Feuerwehr beim Löschen
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Feuerwehr beim Löschen

Dachstuhlbrand im Kloster Rottenbuch

Dachstuhlbrand im Kloster Rottenbuch

Der Brand brach am Dienstagabend im ehemaligen Kloster aus. Inzwischen ist er gelöscht. Nach wie vor qualmt es aber aus dem teuer restaurierten Klostergebäude von 1750. Im Laufe des Vormittags sollen Bagger anrücken, um einen Teil des Baus abzutragen, weil das Gebäude möglicherweise einsturzgefährdet ist. Derzeit sind nach Information des Bayerischen Rundfunks Statiker aber erst noch dabei, das Gebäude auf Einsturzgefahr zu prüfen. Auch die Polizei ermittelt, denn noch weiß man nicht, wie es zu dem Feuer kam. Der Schaden soll mehrere Millionen betragen, verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Am Abend war im Dach in einem Seitenarm des Klosters der Brand ausgebrochen. Bald stand der Dachstuhl lichterloh in Flammen. Rund 300 Einsatzkräfte waren vor Ort. Sie wurden bei den aufwendigen Löscharbeiten von Anwohnern unterstützt. Unmengen von Löschwasser waren nötig, um den rund 70 auf 20 Meter großen Dachstuhl zu löschen.

Mit Tanklastern, Güllewagen und Betonmischern rückten deshalb Helfer an, um das Löschwasser schneller zu fördern. Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta lobte die Hilfsbereitschaft der Bürger.

Brandursache Blitzschlag?

Unklar ist , ob vielleicht ein technischer Defekt oder ein Blitz das Feuer entfacht haben. Kurz vor dem Feuer war laut Polizeisprecher ein Unwetter über Rottenbuch gezogen. Die Brandermittler der Polizei haben die Arbeit aufgenommen.

Renovierungsarbeiten standen vor dem Abschluss

Für rund 12 Millionen Euro wurde das denkmalgeschützte Gebäude im Klosterhof in den letzten zwei Jahren renoviert. Besonders tragisch - die Bauarbeiten stand kurz vor der Fertigstellung - die Don-Bosco Schule, eine Heilpädagogische Tagesstätte sowie eine Fachakademie für Erzieher und eine Berufsschule für Kinderpflege sollten demnächst einziehen - jetzt hat das Feuer den kompletten Dachstuhl zerstört, das Löschwasser ist bis tief in die Geschosse darunter eingedrungen - die genaue Schadenssumme kann die Polizei noch nicht beziffern, Insider sprechen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk von mehreren Millionen Euro.

Schule fällt aus

Vorerst ist nicht an Unterricht zu denken. Darum fällt zumindest heute in allen Einrichtungen der Unterricht aus, vielleicht sogar noch länger - die Schulen wollen informieren. Erbaut wurde das imposante Gebäude im Jahr 1750. Untergebracht war darin die Klosterbrauerei. Kurz vor Weihnachten 1928 wurde in den Räumen das letzte Bier gebraut. Über viele Jahre waren in dem Gebäude auch eine Gastwirtschaft sowie ein Kornkasten und ein Festsaal untergebracht.

Wie geht es weiter nach dem Brand?

Um 1960 übernahmen die Don Bosco Schwestern das Haus und bauten es in eine Schule um. Seither wird hinter den dicken Mauern im Auftrag der Regens Wagner Stiftung gelehrt und gelernt. Neben einer Fachakademie für Sozialpädagogik betreibt die Kirchenstiftung auch eine Tagesstätte und eine Berufsschule für Kinderpflege. Rund 300 Schüler zählte die Regens Wagner Stiftung im letzten Schuljahr. Durch die Sanierung sollte laut der Internetseite der Regens Wagner Stiftung ein zeitgerechtes und modernes Lernen in den denkmalgeschützten Gebäuden ermöglicht werden.

Neben einem staatlichen Zuschuss von rund 3,7 Million stemmte Regens Wagner den Hauptteil der Sanierung von rund 12 Millionen Euro. Wie es jetzt nach dem Brand weitergeht ist fraglich.